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Навчальний посібник з розмовної практики та аналітичного читання для студентів 3 курсу факультету «Референт-перекладач»




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Дата24.06.2018
Размер0.54 Mb.
ТипНавчальний посібник
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THEMA 4 ÜBUNGEN ZUM WORTSCHATZ 1. Lesen Sie den Text. Schreiben Sie aus dem Text alle Fachwörter heraus, die zum Thema «Filmkunst» gehören. Ein Film entsteht als Endergebnis der Arbeit von vielen Menschen, Filmschaffenden. Zuerst schreibt der Filmautor das Szenarium des künftigen Filmes. Als Vorlage kann ein Bühnenstück, ein Roman, eine Novelle dienen, die vom Szenaristen adaptiert werden, das heißt an die Bedingungen des Films angepasst. Das Szenarium wird zum Drehbuch entwickelt, dazu ist Zusammenarbeit zwischen Filmautor und Regisseur nötig. Der Regisseur leitet den Prozeß der Umsetzung einer literarischen Vorlage in eine filmische Form. Kameramann, Komponist, Szenen– und Kostümbildner, andere schöpferische Kräfte und Berater wirken konsultativ an der Entstehung des Drehbuches mit. Dann beginnen die Dreharbeiten. Als Schöpfer eines Films gilt der Regisseur. Er erarbeitet die Regiekonzeption, er ist für Vorbereitung und künstlerische Leitung der Dreharbeiten verantwortlich, für die Rollenbesetzung, für die gesamte Gestaltung und Endfertigung des Films. Ihm zur Seite steht sein Drehstab – Kollektiv aus künstlerischen, technischen, handwerklichen und ökonomischen Fachkräften, die ihm helfen, die Dreharbeiten durchzuführen. An der Spitze dieses Kollektivs steht der Kameramann. Seine Aufgabe ist, durch die Einstellung der Kamera, durch Großaufnahmen und Montage die ästhetische Gesamtkonzeption des Films zu realisieren und die größten Ausdrucksmöglichkeiten zu erreichen. Jeder Film braucht Musik, die vom Filmkomponisten komponiert wird. Er muß seine Kompositionsidee der künstlerischen Gesamtidee des Films unterordnen. Für die Kleidung der Darsteller ist der Kostümbildner verantwortlich. Die Kostüme müssen der dramaturgischen Funktion der Rolle entsprechen. Der Maskenbildner verwandelt die Filmdarsteller nach den Erfordernissen ihrer Rollen, entwirft und gestaltet die Frisuren, täuscht Alterungsprozesse vor. Der Requisiteur sorgt für die Ausstattung der Spielszenen. Er beschafft alle beweglichen Gegenstande, die im Film gebraucht werden: alte Möbel, lebende Tiere, Schmuck, Lebensmittel, Getränke und andere mehr. Der Tonmeister ist verantwortlich für die künstlerisch-technische Gestaltung des Tons bei der Aufnahme. Die Arbeit am Film endet mit der Montage. Visuelle Elemente (Bild) und auditive Elemente (Sprache, Musik, Geräusche) werden zusammengefügt. Alle dramaturgisch überflüssigen Vorgänge und Abläufe werden ausgespart. 2. Setzen Sie die untenangegebenen Substantive und Wortverbindungen ein. 1. «Krieg und Frieden» (nach dem gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi) ist einer der interessantesten ... . Der ... ist der Film, der den Ablauf einer Handlung darstellt, die frei erfunden ist oder sich an eine wahre Begebenheit oder eine literarische Vorlage anlehnt. 2. Der Film, der aus Dokumentaraufnahmen besteht, heißt ... . Zum ... gehören Filmchronik, Bericht, Reportage, Pamphlet, Biographie, Porträt, Skizze und andere Genres, die authentische Fakten, Ereignisse, Schicksale zeigen oder rekonstruieren. Die ... setzen sich mit den aktuellen Problemen auseinander. 3. Ein … befaßt sich mit Erscheinungen und Gesetzmäßigkeiten in Natur und Gesellschaft, Wissenschaft und Technik. 4. Der Film ohne Ton, bei dem nur das Bild zur Wirkung kommt, wird als ... bezeichnet. Das ist auch ... ohne Ton. Durch den ... ist eine ganze historische Epoche in der Weltfilmkunst gekennzeichnet. Zu seinen künstlerischen Höhepunkten gehören zum Beispiel Chaplins Komödien. Um die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts besaß die Filmkunst immer noch ihren Spitznamen «Der große Stumme». Ende der 20-er Jahre wurde … durch den ... abgelöst. Der Siegeszug des ... begann ab 1929. Der ... hat die Möglichkeiten des Films durch große künstlerische und technische Erfolge bereichert. Wenn im ... der Darsteller hauptsächlich mit Gesten auskommen mußte, so wird nun dem sprechenden und spielenden Filmschauspieler der erste Platz eingeräumt. Der ... entwickelte sich rasch und verdrängte endgültig seinen Vorgänger, den ... . 5. Es reifte die Zeit heran, in der neben den ... vertonte ... erschienen. 6. Filme, in denen Zeichnungen, Puppen oder Silhouettenfiguren als handelnde Gestalten auftreten, wurden seit ihrer Entstehung als Trickfilme bezeichnet. Erst zu Beginn der siebziger Jahre setzte sich der Begriff ... durch. Die Animation ist eine künstlerische Methode, die dazu dient, menschliche Eigenschaften und Aktionen auf dingliche Abbilder (Zeichnungen, Silhouetten, Puppen) oder Gegenstäde (Steine, Zapfen, Streichhölzer) zu übertragen, so daß sie auf der Leinwand wie Menschen handeln und empfinden. 7. Wenn Filme speziell für Kinder produziert werden, heißen sie ... . 8. Filmaufnahme die Laien unter nicht berufsmäßigen Bedingungen als Nebenbeschäftigung produzieren, werden als … bezeichnet. 9. Der Ablauf einer Kinovorstellung ist in der Regel folgender: Dem ... gehen einige Filme voraus. Zuerst werden Werbefilme gezeigt, darauf folgt ein Kulturfilm und andere mehr. Nach dem ... geht das Licht noch einmal an und danach kommt der … . 10. Vor diesem Film läuft ein sehr interessanter ... über Osterreich. (Dokumentarfilm, Spielfilm, Stummfilm, Tonfilm, Kinderfilm, populärwissenschaftlicher Film, Schwarzweißfilm, Farbfilm, Amateurfilm, Animationsfilm, Kulturfilm, Hauptfilm, Vorfilm. 3. Beantworten Sie folgende Fragen: 1. Was ist unter Adaptation zu verstehen Zu welchem Zweck adaptiert und verfilmt man literarische Kunstwerke und Bühnenstücke 2. Wodurch unterscheidet sich ein Szenarium von einem Drehbuch Enthält ein Szenarium künstlerisch-technische und technologische Angaben Wer schreibt das Szenarium Wer entwickelt das Szenarium zum Drehbuch 3. Worin bestehen die Aufgaben des Regisseurs Nennen Sie Filmregisseure, die internationalen Ruf genießen! 4. Wofür ist der Kameramann verantwortlich Wie trägt er zur Realisierung der ästhetischen Gesamtkonzeption des Films bei 5. Ist die Montage eines Films ein künstlerisches Verfahren 6. Was gehört zu den Pflichten des Kostümbildners Warum spielen die Kostüme im Film eine wichtige Rolle 7. Womit befaßt sich der Requisiteur bei den Dreharbeiten Womit befaßt sich der Maskenbildner Wofür ist der Tonmeister verantwortlich 8. Welche Genres des Dokumentarfilms kennen Sie 9. Was gehört zum Themenkreis des populärwissenschaftlichen Films 10. Was für Filme sehen Kinder besonders gern Wie heißen die Filme, die speziell für diese Altersgruppe produziert werden 11. Was können Sie über die Animation als künstlerische Methode sagen 12. Welche Möglichkeiten zeichnen den Tonfilm gegenüber dem Stummfilm aus Verfügt der Tonfilm über reichere Gestaltungsmöglichkeiten als der Stummfilm 4. Setzen Sie ein: künstlich, künstlerisch, kunstvoll, gekünstelt. 1. Dese neue Zeitschrift ist den Problemen der ... Gestaltung des Films gewidmet. 2. … Kristalle finden in der Technik verschiedenartige Verwendung. 3. Im nächsten Jahr wird dieser junge Regisseur die ... Leitung des Theaters übernehmen. 4. Die Montage eines Films wird grundsätzlich als … Verfahren charakterisiert. 5. Dem Regisseur und dem Kameramann stehen viele ... Gestaltungsmittel zur Verfügung, 6. In diesem Film hat der Regisseur neue ... Ausdrucksformen gefunden. 7. Die Gesten der Schauspielerin wirkten ... . 8. Der Tonfilm hat die Möglichkeiten des Films durch große ... und technische Erfolge bereichert. 9. Die Schauspieler saßen am Tisch, ... garnierte Platten standen darauf. 10. Was kann man über die Animation als ... Methode sagen 11. ... Perlen schmückten die Kleider der jungen Schauspielerinnen. Die Zuschauer bewunderten ihre ... Frisuren. 12. Seine Manieren waren ... . 13. Der Vorhang ging in die Höhe, und die Zuschauer sahen drei Schauspieler auf der Bühne unter einem ... Baum sitzen. 14. «Es hat in diesem Winter wenig Schnee gegeben», sagte der Filmregisseur. «Wir brauchen ... Schnee für die Dreharbeiten.» 15. Das Bühnenbild war eindrucksvoll. Der vierte Akt spielte vor dem Hintergrund der ... Felsen und der in der Ferne brennenden Stadt. 5. Übersetzen Sie ins Deutsche. 1. Какая пленка вам нужна 2. Я могу предложить вам узкую пленку, нормальную и цветную. 3. Этот фильм появился в начале 30-х годов, это черно-белый фильм, цветных фильмов тогда еще не было. 4. Тема сегодняшней лекции – художественное творчество известного итальянского режиссера. 5. «История о маленьком Муке» считается одним из лучших детсвких фильмов. 6. Ты сумеешь сам проявить пленку 7. Молодой режиссер впервые работает над полнометражным игровым фильмом и ищет новые художественные средства выражения. 8. В Международном кинофестивале в Москве приняли участиве представители 100 стран мира, там демонстрировались 40 игровых фильмов, 60 детских и 90 документальных фильмов. 6. Beachten Sie den Gebrauch des Verbs verleihen und der Verbaleinheiten auszeichnen, zuerkennen. Formulieren Sie Fragen zu den nachstehenden Sätzen. 1. Der Preis wurde den Doppelolympiasiegern verliehen. 2. Gestern nachmittag wurden einige Mitarbeiter mit einer Flugreise nach Spanien ausgezeichnet. 3. Dem Sportler wurde der Europameistertitel verliehen. 4. Diesem Film wurde die Goldmedaille in Cannes zuerkannt. 5. Für seine künstlerischen Leistungen wurde der begabte Filmschauspieler mit dem Nationalpreis und dem Kunstpreis ausgezeichnet. 6. Dem hervorragenden Wissenschaftler war 1929 der Nobelpreis für Physik verliehen worden. 7. Dem Film wurde der dritte Preis zuerkannt. 8. Das Quartett wurde beim internationalen Quartett-Wettbewerb in Rom mit einem Preis ausgezeichnet. 9. Für gute Leistungen zeichnete die Hochschule für Film und Fernsehen Mitglieder aus. 10. Viele Filmschauspieler wurden mit Urkunden und Geldprämien ausgezeichnet. 11. Er wurde als bester Boxer des Turniers ausgezeichnet. 12. Unserem Filmregisseur, wurde der erste Preis zuerkannt. 13. Verliehen wurden verschiedene Titel sowie Medaillen in Gold und Silber. 14. Lea wird jedes Jahr als beste Unterstufenlehrerin ausgezeichnet. 7. Übersetzen Sie ins Deutsche. 1. Игровой фильм – наиболее распространенная форма звукового фильма. 2. Возникновение фильма начинается с того, что пишется сценарий. 3. Этим занимается обычно писатель, опытный драматург, который знает требования киноискусства. 4. Каждый фильм должен сообщать зрителю мысль социального значения. 5. Режиссер просматривает (прочитывает) сценарий и решает, будет ли фильм сниматься. Если он доволен материалом, то он размышляет над тем, какие актеры будут сниматься в фильме, исполнители главных ролей интересуют его в первую очередь. 6. Затем начинается работы в студии. 7. Каждая сцена снимается иногда десятки раз, прежде чем режиссер и оператор будут довольны. 8. Зрители не имеют представления о том, как трудно приходиться работникам кино (актерам), чего им стоит часами повторять одни и те же движения, говорить одни и те же слова, все более выразительно, все более естественно. 9. Художественный фильм изображает жизнь людей, их творческий труд, их отношения. Он может также трактовать исторические события, например, «Петр І». 10. Цветной фильм подходит особенно хорошо для съемок природы, он изображает жизнь во всем богатстве цветных тонов. 11. Политические события последнего времени, спортивные события последнего времени изображаются в короткометражных фильмах, в журналах, которые демонстрируются перед началом основного фильма. 12. Научно-популярные фильмы наглядно объясняют нам важные вопросы и проблемы науки и техники. Такие фильмы часто служат учебным целям, тогда они называются учебными фильмами. 13. Документальные фильмы знакомят нас с жизнью знаменитых людей, с другими странами и городами, с жизнью людей в разных странах, с новыми открытиями и изобретениями науки и техники. 14. Дети находят удовольствие в мультипликационных фильмах. Для них снимаются фильмы-сказки, приключенческие фильмы. 15. Для детей экранизировано много хороших произведений. 16. Чтобы познакомить людей с сокровищами мировой литературы, с лучшими операми, драмами, балетами, экранизируются романы, новеллы, оперы, пьесы. 17. Биографические фильмы расск4азывают нам о жизни и творчестве великих композиторов, великих писателей. 18. Ныне ни один человек не сомневается (как это было в момент, когда киноискусство только начинало развиваться) в том, заслуживает ли оно названия искусство. Это – не только великое, но также ярко выраженное современное искусство большого воспитательного значения. 19. Лучшие фильмы отмечают премиями. 20. Выдающимся киноактерам тоже присуждаются призы. WORTSCHATZ ZUM TEXT Setzen: etwas in Szene setzen (arrangieren), ein Gedicht in Musik setzen; jemanden in Staunen, Verlegenheit setzen; der Zug: empfindlich sein gegen Zug. Der Ofen hat keinen Zug; ein starker, falscher Zug (bei einem Brettspiel), einen Zug tun, nach acht Zügen gewinnen. Ich bin am Zuge; nicht zum Zuge kommen (keine Gelegenheit haben, etwas zu tun); der Zug der Wolken, der Zug der Wildgänse, der Zug der Fische; im Zuge der Entwicklung; der Zug der Zei. Ein langen Zug bewegte sich zum Ehrenmal. Die Frau hat unregelmäβige Züge. Die Freunde haben viele gemeinsame Züge; verdanken: jemandem etwas verdanken. Diesen günstigen Voraussetzungen verdankte er seinen Erfolg. Diese Bekanntschaft habe ich meinem Freund zu verdanken. Er hat mir seine Rettung zu verdanken; viel, etwas, nichts von etwas verstehen: Sie versteht viel, eine ganze Menge von Literatur und Musik. Verstehst du etwas vom Photographieren Ich verstehe nichts, nicht das geringste davon. TEXT MEINE ERFAHRUNGEN ALS KURZ– UND KLEINKÜNSTLER Von Lothar Kusche (gekürzt) Der Zufall wollte es, daβ ich gelegentlich auch als Darsteller auftrat. Es war immer sehr aufregend – jedenfalls für mich; das Publikum geriet nicht gerade in Wallung. Mein erstes Auftreten war vor ungefähr fünfundzwanzig Jahren in einem glücklicherweise leeren Tanzsaal. Ich hatte entdeckt, daβ zum Wirtshaus in der Sommerfrische ein Saal mit Bühne und Vorhang gehoörte, was mich veranlaβte, unverzüglich eine recht kühne dramatische Version von «Rumpelstilzchen» zu ersinnen und sogleich mit einigen gleichaltrigen Spielgefährten in Szene zu setzen. Unversehens kam meine Mutter dazu. Sie war entsetzt. Später, als ich ein Jüngling war, erwog ich, Schauspieler zu werden. Ich war überhaupt niemals das, was man einen blendend aussehenden jungen Mann nennt. Einer, der es angeblich gut mit mir meinte, sagte: «Für die Bühne ist deine Nase zu groβ, aber wenn es dich zum Theater drängt, so werde doch Dramaturg.» Dazu bot sich auch eine Gelegenheit; jedoch machte man meine Anstellung davon abhängig, daβ ich etwas vom Theater verstünde, was ich beim besten Willen nicht behaupten konnte. So betätigte ich mich eine Zeitlang als Theaterkritiker. Dies verdanke ich hauptsächlich dem Umstand, daβ ich damals einen Redakteur ausfindig machen konnte, der noch weniger vom Theater verstand als ich selbst. Ich war schon beim Film engagiert, und zwar zunächst wegen meines Hutes. Ich trug damals einen Hut, den der Direktor eines Filmstudios unerhört komisch fand. «Ich sehe Sie schon auf der Leinwand», sagte er. «Ihr Hut ergibt einen Film. Denken Sie sich Einzelheiten aus.» Wir haben tatsächlich so lange überlegt, bis wir einen Film drehen konnten, in dem es nicht weiter störte, daβ ich mit meinem Hut auf dem Kopf zwischendurch mal eben die Straβe lang ging oder aus einem Haus rauskam. Er war übrigens nur ein Kurzfilm, denn so komisch, als daβ man ihn anderthalb Stunden lang den Leuten zumuten konnte, war mein Hut nun auch wieder nicht. Das Studio für Spielfilme lud mich eines Tages zu Probeaufnahmen ein, die gemacht wurden, um eine geeignete Besetzung für eine Komödie zu finden. Leider war ich nicht geeignet. Nachdem man mich ein paar Dutzend Male gekämmt und immerzu hin und her gedreht hatte, wurde ich gefilmt. Später, bei der Betrachtung der Probeaufnahmen, sagte der Regisseur zum Produktionsleiter: «Ich weiβ nicht ... das geht wohl doch nicht ... was der da macht ... irgendwie ist das zu dünn!» und der Pfoduktionsleiter ergänzte: «Ja, und auβerdem ist er zu dick». Bei Filmaufnahmen zuzuschauen, ist sehr interessant. Wer das noch nie getan hat, ahnt nicht, wie viele Menschen dabei mitarbeiten oder, genauer gesagt, anwesend sind. Denn die meisten arbeiten nicht, sondern warten auf den Augenblick, an dem sie gebraucht werden. Der wichtigste Mann ist natürlich der Regisseur. Er ist der einzige, der auf einem Stuhl sitzt (abgesehen vielleicht von den Darstellern). Ein bekannter amerikanischer Filmregisseur, der nur Filme mit mindestens zehntausend Mitwirkenden zu drehen pflegt, hat sogar einen Mann engagiert, der ihm in den Atelierhallen ständig mit dem Stuhl in der Hand hinterherrennt. Nächst dem Regisseur ist natürlich der Kameramann der Wichtigste. Die deutschen Kameraleute erkennt man ganz leicht; irgendwo fehlt ihnen immer noch etwas Licht. Dann trifft man im Ateller noch viele Beleuchter, Techniker, Bühnenarbeiter, Requisiteure und so weiter und so weiter. Bei einer Innenaufnahme sah ich vor einigen Jahren einen Mann, der, mit einem dunkelgrauen Kittel bekleidet, den ganzen Tag lang auf einer Kiste saβ und eine Zeitung in der Hand hielt. Die Zeitung war ein Requisit, und zwar das einzige. Daher saβ der für Requisiten verantwortliche Mann den ganzen Tag auf der Kiste und hielt das Requisit fest. Er kam an jenem Tag nicht mehr zum Zuge, und ich weiβ nicht, wie lange er noch auf den groβen Augenblick gewartet hat. Er hatte eine wichtige Haltung, denn schlieβlich verdankte das Filmstudio ja seinen Fachkenntnissen und seiner unermüdlichen Arbeit sehr viel. Ich jedenfalls habe nach dieser Beobachtung ernsthaft erwogen, den Beruf eines Requisiteurs zu ergreifen. Leider erfuhr ich später, daβ es auch eine ganze Menge Filmaufnahmen gibt, bei denen mehr Requisiten benötigt werden als nur eine einzige Zeitung, und so lieβ ich den Plan wieder fallen. Vor einigen Jahren gelang es jemand, mich zu einem Auftritt als Conferencier zu überreden. Meine Aufgabe bestand darin, die Nummern eines kleinen Programms anzusagen, das zu Beginn eines Balles aufgeführt wurde. Ich muβte zwischen den einzelnen Darbietungen möglichst lange reden. Natürlich hatte ich das Publikum von vornherein gegen mich, denn die Leute waren dorthin gekommen, um zu tanzen, und nicht, um mich reden zu hören. Es waren mir ein paar Sachen eingefallen, die ich für witzig hielt. Aber teils verstand man meine Worte nicht, weil das Mikrophon nicht richtig funktionierte. Ich stand in Schweiβ gebadet auf dem Podium und muβte alle Kräfte aufbieten, um niemand merken zu lassen, was für ein jämmerliches Gefühl ich in der Magengrube hatte. Nie wieder! dachte ich, und die Leute dachten wahrscheinlich dasselbe. Nach der Veranstaltung hatte ich ein Gespräch mit einer sehr berühmten Schauspielerin, die ebenfalls dort mitgewirkt hatte. Ich beschrieb ihr meine Symptome, und sie sagte mir zu meiner groβten Verblüffung, das sei bei ihr jeden Abend so, wenn sie auf der Bühne stünde. Da war mir klar, daβ die Bühne kein günstiger Platz für mich sein könne. Seither habe ich meinen darstellerischen Ehrgeiz sehr eingeschränkt; es ist nur noch die Bemühung übriggeblieben, so etwas wie einen Schriftsteller darzustellen. ÜBUNGEN ZUM TEXT 1. Lesen Sie den Text und übersetzen Sie ihn ins Russische. 2. Antworten Sie auf die Fragen. 1. Was erzählt Lothar Kusche von seinen schauspielerischen Versuchen in der Jugend 2. Wie war seine Tätigkeit als Theaterkritiker 3. Was passierte ihm, als er auch schon beim Film engagiert war 4. Welches Studio lud ihn eines Tages zu Probeaufnahmen ein 5. Zu welchem Schluβ kamen der Regisseur und der Produktionsleiter 6. Warum ist es interessant, bei Filmaufnahmen zuzuschauen 7. Wen trifft man im Filmatelier 8. Worin besteht die Episode mit der Zeitung 9. Wann gelang es jemand, den Autor zu einem Auftritt als Conferencier zu überreden 10. Wie endete dieser Versuch 11. Warum hat er seinen darstellerischen Ehrgeiz eingeschrankt 12. Warum ist er vom Theater und Film zur Literatur ubergewechselt 3. Übersetzen Sie ins Russische. INSEL AM ENDE DER WELT Eine Luftschiffreise ins Unbekannte voller Spannung und Humor präsentiert die Walt-Disney-Company. Im Jahre 1907 startet der amerikanische Archäologe J. Ivarsson mit einem Exkursionsteam in die unendlichen Weiten der Arktis, um einen verschollenen Engländer zu suchen. Doch schon bald geraten sie in gefährliche Abenteuer, als sie auf einer Insel eine Kolonie Wikinger entdecken, die dort isolirt von der übrigen Welt wie vor tausend Jahren leben und jeden neugierigen Eindringling erbarmungslos verfolgen. Eine aufregende Flucht beginnt ... Phantasievoll, in eindrucksvollen Bildern, wurde dieser fesselnde Abenteuerfilm von Regisseur Robert Stevenson in Szene gesetzt. ÜBER HANS FRANCK Ein unbegabter Komponist hatte Gedichte von Hans Franck vertont und ihm die Komposition zur Begutachtung zugeschickt. Der Schriftsteller fällte ein negatives Urteil. Daraufhin kam der Komponist zu Franck und rief: «Noch haben wir nicht aller Tage Abend! Es kommt eine Zeit, da werde ich Sie in Staunen, in Verlegenheit, in Beschämung, in ... setzen, Sie ... Sie ...» Franck erhob sich, ging zur Tür, öffnete sie und sagte: «Setzen Sie mich, in was Sie wollen, mein Herr, nur nicht in Musik!» 4. Beachten Sie die Bedeutungen des Substantivs Zug. 1. Wir sitzen hier im Zug. Man kann sich leicht erkälten. 2. Wir spielten Schach, und ich gewann nach elf Zügen. 3. Wer ist am Zuge 4. Er kam an jenem Abend nicht mehr zum Zuge. 5. Ein festlicher Zug bewegt sich durch die Straβen. 6. Die Filmschauspielerin hat schöne Züge. 7. Du hast den Freund im Stich gelassen. Das ist ein schlechter Zug. 8. Die Jungen beobachten den Zug der Wolken. 9 Das ist der Zug der Zeit. 10. Im Zuge der Entwicklung der Sprache entstehen neue Wörter, neue Bedeutungen. 5. Fügen Sie die Verben stören, hindern, verhindern und die Verbaleinheit dazwischenkommen ein. 1. Ein Sonderkommando von fünfzig bis sechzig Mann sollte lediglich die katastrophale Ausbreitung des Waldbrandes ... . 2. Was ... dich daran, zum Theater zu gehen 3. Der Lärm ... euch am Einschlafen. 4. Wir nehmen am Schachturnier teil, wenn nichts ... . 5. Die Mücken ... die Touristen kaum noch. 6. «Nichts ist gestohlen, aber die Ordnung wurde ... «, sagte der Lehrer. 7. Was ... dich Was ärgert dich 8. Niemand wird ihn daran ..., so zu handeln. 9. Sie haben es nicht gern, wenn ihre Lehrlinge während der Arbeitszeit ... werden. 10. Der Verband ... den Jungen am Turnen. 11. Da ... dich niemand. 12. Er hat den Zug nicht erreicht. Etwas ist ... . 13. Im letzten Satz reichte dann die Kraft der Fuβballmannschaft nicht mehr aus, um die unerwartete Niederlage zu ... . 14. Der Nebel ... ihn, schneller zu gehen. 15. Immer wieder wurde unser Gespräch ... . 6. Wiederholen Sie das Verb fehlen. Bestimmen Sie die Bedeutungen des Verbs in den Sätzen. 1. Es fehlt am Üben. 2. Uns fehlt noch ein Buch. 3. Es fehlt an einer Kommission. 4. Es fehlt mir an Worten, um das Polarlicht zu beschreiben. 5. Zwei kleine Buben kommen zum Arzt. «Na, was fehlt euch denn» fragt der Arzt. «Ich habe eine Kugel verschluckt!» sagt der eine weinend. «Und was fehlt dir» «Und mir fehlt die Kugel», schluchzt der andere. 6. Es fehlt noch viel, bis das Ziel erreicht ist. 7. An Gelegenheiten zu Gesprächen soll es nicht fehlen. 8. Daran soll es nicht fehlen. 9. Du hast mir in den Ferien sehr gefehlt. 10. Das fehlte gerade noch, daβ du bei dieser Kälte Eis iβt. 7. Antworten Sie. Verwenden Sie das Verb fehlen. Muster. Warum hast du den Unterricht versäumt (Entschuldigt) – Ich habe entschuldigt gefehlt. 1. Wer 1st noch nicht gekommen (zwei Gäste). 2. Hat das Buch alle Seiten (einige Seiten). 3. Hat der Reiseleiter alle Fahrkarten gelöst (eine Fahrkarte). 4. Haben Sie viele Gespräche geführt 5. 1st Ihre Uhr da 6. Haben Sie viele gute Erzähler 8. Übersetzen Sie ins Deutsche. 1. В комнате не хватало мебели. 2. Вам не хватает энергии. 3. Здесь не хватает несколько чашек. 4. Пьесе не хватает проблем. 5. Спортсменам недостает тренировки. 6. За этим дело не станет. 7. Мне не хватает слов, чтобы выразить свое восхищение. 8. Платью недостает элегантности. 9. Этого еще не хватало. 10. Нам не хватает специалистов. 11. Он отсутствовал без уважительной причины.
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