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Навчальний посібник з розмовної практики та аналітичного читання для студентів 3 курсу факультету «Референт-перекладач»




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Дата24.06.2018
Размер0.54 Mb.
ТипНавчальний посібник
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THEMA 3

ÜBUNGEN ZUM WORTSCHATZ


1. Übersetzen Sie die folgenden Wörter und Wortverbindungen ins Deutsche:

античное искусство, классическое искусство, современное искусство, искусство убеждать, по всем правилам искусства, настоящий художник, художественная традиция, огромное художественное значение, художественные интересы, искусственное освещение, искусная прическа, натянутая улыбка, современный театр, городской театр, детский театр, студенческий театр, творчество, создать литературное произведение, зритель, зрительный зал, партер, ложа, галерка, сцена, фойе, пьеса, драма, комедия, трагедия, опера, оперетта, поставить пьесу, премьеру, репетиция, гастроли, главная роль, занавес поднимается, занавес опускается, много раз вызывали (на бис), распределять роли.


2. Bilden Sie Sätze, mit den Vokabeln der Übung 1.
3. Erklären Sie den Unterschied zwischen den folgenden Vokabeln:

Dramatiker – Dramaturg, Drama – Melodrama – Tragödie, Premiere – Uraufführung, Hauptrolle – Titelrolle – Nebenrolle, Künstler – Schauspieler – Komparse, Tournee – Gastspielreise, Kostüm – Requisit, Bühnenbild – Dekor.


4. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:

1. Die Sprache kann neue Wörter aus schon vorhandenen Morphemen künstlich bilden: Vitamin, Mikroskop, Diskothek. 2. Dieser Artikel ist den Problemen der künstlerischen Gestaltung eines Dramas gewidmet. 3. Im nächsten Jahr wird der Regisseur M. die künstlerische Leitung des Theaters übernehmen. 4. Der Bildhauer zeigte uns eine miltelgroβe Figur aus Marmor, eine kunstvolle Arbeit aus dem achtzehnten Jahrhundert. 5. Mit Peter stimmt etwas nicht. Er scherzt, aber sein Lachen kommt mir gekünstelt vor. 6. Ich kann bei künstlicher Beleuchtung nicht lange lesen, die Augen ermüden bald. 7. Hinter dem kunstvoll geschmiedeten Eisentor konnte man ein Haus aus roten Ziegelsteinen sehen. 8. Die junge Frau auf dem Porträt war modisch gekleidet und kunstvoll frisiert. Sie lächelte, aber ihr Lächeln wirkte etwas gekünstelt.


5. Setzen Sie künstlich, künstlerisch, kunstvoll oder gekünstelt ein.

1. Der ... Wert dieses Roman ist auβerordentlich groβ. Das ist ein hervorragendes literarisches Kunstwerk. 2. In der Vase standen ... Blumen, den natürlichen täuschend ähnlich, aber steif und ohne Duft. 3. Seine Mutter, eine begabte Pianistin, entwickelte die ... Fähigkeiten des Jungen. 4. Der Kellner servierte uns eine ... garnierte Platte. 5. In diesem Schauspiel stehen dem Regisseur viele ...

Gestaltungsmittel zur Verfügung. 6. ... Diamanten finden in der Technik verschiedenartige Verwendung. 7. Die ... Interessen dieses Schriftstellers waren sehr mannifaltig: er schrieb historische Romane, Gegenwartsprosa und lyrische Gedichte. 8. Im Museum bewunderten wir kostbares Porzellan und ... Keramiken. 9. Die Landwirtschaft in dieser Gegend ist nur bei ... Bewässerung möglich. 10. Zur ... Ausstattung eines Buches gehören nicht nur Einband und Illustrationen, sondern auch die Schrift und sogar die Qualitat des Papiers. 11. Du hast also Kummer. Weiβt du, ich habe sofort bemerkt, daβ deine Heiterkeit ... ist. 12. ... gestaltete Springbrunnen schmückten die Hauptstraβen der Stadt.
6. Übersetzen Sie ins Deutsche.

1. Эсперанто – искусственный язык. 2. Мы обсуждаем сегодня художественное мастерство Гоголя. 3. Искусственное освещение применяется сегодня в сельском хозяйстве, растениям нужно много света и зимой. 4. Старинные изваяния искусной работы украшали аллеи парка. 5. Обратите внимание на художественное оформление этой книги: красивый переплет, искусные иллюстрации, оригинальный шрифт. 6. Его диссертация была посвящена художественному творчеству Тургенева. 7. В этой сцене для актрисы все важно: со вкусом сделанное платье, искусная прическа и цветы. Цветы ни в коем случае не должны быть искусственными, ей нужны настоящие цветы. 8. Почему она ничего не отвечает, а только натянуто улыбается? 9. Зрители всегда восхищались художественной игрой талантливой актрисы М.Н. Ермоловой. 10. У него есть художественная жилка (der Ader). 11. Это – художественно законченное произведение. 12. Искусственное озеро украшало парк. 13. Операция была очень сложной. Сейчас больного искусственно питают (больной находится на искусственном питании). 14. Посетители рассматривают фотографии прошлых лет.


7. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Russische:

1. Du hast alle Gedichte gelesen, die Rilke geschaffen hat. 2. Von wem werden materielle Werte geschaffen? 3. Der junge Läufer hat die Strecke in zwanzig Sekunden geschafft. 4. Wenn sich die Touristen nicht beeilt hätten, hätten sie den Zug nicht geschafft. 5. Zuerst schaffte die Studentin die Prüfung nicht, aber jetzt arbeitet sie viel besser. 6. Der Verunglückte wurde ins Krankenhaus geschafft. 7. Du bist für deinen Beruf wie geschaffen.


8. Schaffen – schuf – geschqffen oder schaffen – schaffte – geschqfft. Setzen Sie das Richtige ein!

1. Diese Plastik, ein richtiges Kunstwerk, hat der Bildhauer vor sieben Jahren ... . 2. Gestern hat der Student drei Seiten übersetzt, aber heute hat er schon sieben Seiten ... . 3. In diesem Hotel sind gute Bedingungen für Hotelgäste ... . 4. Die Gepackträger haben das Gepäck auf den Bahnhof ... . 5. Nun, wie ist es? Hast du die

Prüfung ...? 6. Der schwerverwundete Fahrer ist ins Krankenhaus ... worden. Es ist ein wahres Wunder, daβ er den Unfall überlebt hat. 7. Wir haben heute viel ... – die ganze Wohnung saubergemacht. 8. Alexander Ostrowski, der berühmte Dramatiker, der «russische Moliere», übte in seinen Komödien tiefgründige Gesellschaftskritik. «Das Gewitter», «Der Wald», «Wölfe und Schafe» und andere sind die bedeutendsten und meistgespielten Dramen, die er ... hat.
9. Übersetzen Sie ins Deutsche.

1. В своем романе М. Булгаков рассказывает о творчестве Мольера, о всех комедиях, которые он создал. 2. Эта скульптура была создана в пятнадцатом веке. 3. Она прирожденный врач, она как будто создана для своей профессии. 4. Спортсмен в самом деле пробежал эту дистанцию за пятнадцать секунд? 5. Кто уже отправил багаж на вокзал? 6. Да, студент справился и с последним экзаменом, теперь все в порядке. 7. В последнюю минуту геологи все-таки успели на поезд. 8. О современном искусстве много пишут и спорят. 9. Генеральная репетиция продолжалась пять часов. 10. Актеры играют прекрасно, они, должно быть, много репетировали. 11. Тема сегодняшней лекции – художественное мастерство драм Чехова. 12. Моя дипломная работа посвящена художественному творчеству Теодора Шторма. 13. Уильям Шекспир был гениальным драматургом, его пьесы исполняются и в наши дни. 14. У нас два места в ложе, все места в партере были распроданы. 15. Все отмечали высокий художественный уровень новой постановки (Neueinstudierung) театральной пьесы. 16. Работа над пьесой подходит к концу, на завтра назначена генеральная репетиция. 17. Пьесы Оскара Уайльда пользуются большим успехом у зрителей. Ты интересуешься его творчеством? 18. Одна из главных задач режиссера – знать возможности актеров и правильно распределить роли. Художественная фантазия режиссера играет большую роль. 19. Художественное руководство театром берет на себя заведующий репертуаром. 20. Актер был в расцвете своей художественной зрелости (auf der Höhe stehen).


10. Formulieren Sie Fragen zu den nachstehenden Säzen.

1. Die Menschen gehen ins Theater, um mitgerissen, beeindruckt, erhoben, entsetzt, ergriffen, gespannt, erlöst, zerstreut, in Schwung gebracht, aus ihrer eigenen Zeit entführt, mit Illusionen versehen zu werden. 2. Die Kunst befreit, reiβt mit, erhebt. Sie ist gar keine Kunst, wenn sie das nicht tut. 3. Der Zuschauer bekommt im Theater eine neue Haltung. 4. Die Schauspieler schaffen einen neuen Kontakt zwischen Bühne und Zuschauer. 5. Das Theater legt dem Zuschauer die Welt vor zum Zugriff. 6. Der Zuschauer wird auch im Theater empfangen als ein groβer Änderer, der in die Naturprozesse und die gesellschaftlichen Prozesse einzugreifen vermag.

11. Übersetzen Sie ins Russische.

1 Eine neue Literatur hat sich in diesem Jahrzehnt gebildet. 2 Das wird das literarische Schaffen beeinflussen. 3. Auf dem Wege der Kooperation wurden groβe spezialisierte Produktionseinheiten geschaffen. 4. Nach der Wahl wird die neue Regierung gebildet. 5. Seit dieser Zeit wurden in der Stadt mehr als 7000 Wohnungen neu geschaffen beziehungsweise modernisiert. 6. In der Ebene hat sich langsam ein See gebildet. 7. Menschensmann, ich dachte, das schaffen wir nie! 8. Ich wollte etwas Gutes und Nützliches schaffen. 9 Neue Kristalle bilden sich. 10. Jetzt, wo wir gemeinschaftlich schaffen, wird es noch besser. 11. Am Fenster bilden sich Eisblumen. 12. Der Landrat gibt Auftrag, die Archive des Amtes, Gerichtsakten und alle sonstigen wertvollen Urkunden aus Blankenburg nach Braunlage zu schaffen. 13. Mach dir kein Kopfzerbrechen, du wirst es schon schaffen. 14. Auf dem Brot hat sich Schimmel gebildet. 15. Allerdings ist Luckis Handmarsch nur ein kleiner Spaziergang, verglichen mit den Leistungen Huslingers, der 1900 die 1400 Kilometer von Wien nach Paris in 55 Tagen geschafft haben soll. 16. Das bildet eine Ausnahme. 17. Die Gestalt zu bilden bleibt das alleinige Recht des Künstlers. 18. Die Menschen bildeten eine Kette. 19. Der Prozeβ des künstlerischen Schaffens ist sehr kompliziert. 20. Man kann Figuren in Ton oder Wachs bilden. Die bildende Kraft des Künstlers ist sehr wichtig. 21. Das Kardinalthema ihrer Politik bildet die ungelöste nationale Frage. 22. So fordern die Bergleute: Schafft Essen! Schafft Kleidung! Dann fördern wir auch Kohle! 23. Dieses Gebirge bildet eine natürliche Grenze. 24. Hervorragende Lehrer bildeten ihn zum Schauspieler. 25. Es bildet ein Talent sich in der Stille (Goethe).


WORTSCHATZ ZU DEN TEXTEN
Erreichen, gewinnen: Der Chefredakteur ist telefonisch zu erreichen. Das Sanatorium kann man nur mit dem Omnibus erreichen. Er erreichte (schaffte) einen neuen Rekord. Damit erreichst du nicht viel; eine Schlacht, einen Kampf, eine Wette, einen Prozeβ gewinnen; Zeit gewinnen; in der Lotterie gewinnen; Erz gewinnen; an Bedeutung, Wert gewinnen; verfallen: die Theaterkarten verfallen lassen; verfallene Fahrkarten, Briefmarken, Eintrittskarten; vorkommen, passieren, geschehen, los sein: Ein solcher Fall kommt nicht alle Tage vor. Ihr ist ein Unrecht geschehen. Dies wäre nicht passiert, wenn die Wahrheit nicht verschleiert worden wäre. Was ist denn los? Hier ist etwas los. Ich machte mir die groβten Vorwürfe; .wagen: Der Sportler wagte den kühnen Sprung. Er wagt kein Wort zu sagen; das Theaterschaffen, der Theaterabend, der Theaterbesucher, theaterfreudig, die Theaterprobe, die Theaterwissenschaft; weltberühmt, weltbekannt; das Weltereignis, der Welterfolg, die Weltkultur, der Weltruf, der Weltruhm, weltweit; der Spitzenfilm, das Spitzenorchester, der Spitzendarsteller; die Kostbarkeit: die Kostbarkeiten der Bibliothek, im Museum; eine literarische, musikalische, antike Kostbarkeit; der künstlerische Wert eines Romans; der technische Wert einer Erfindung, groβen Wert

haben; kostbar, wertvoll: ein kostbarer Ring. Die Zeit ist kostbar; ein werlvolles Geschenk, ein historisch wertvolles Bauwerk; zeitnah, gegenwartsnah, lebensnah, praxisnah, wirklichkeitsnah; beitragen: nichts, wenig, etwas, viel zu etwas beitragen.


TEXT A

MIT RÖSCHEN IN DER OPER

(Nach Victor Weimer)

Meine Frau war für drei Tage verreist. Unsere Tochter Roschen und ich, wir saβen nichtsahnend am Tisch. Da klopfte es. Otto, einer meiner Kollegen, kam herein und brachte meine beiden, vor langem bestellen Opernkarten. «Na, was machen wir nun?» brummte ich ärgerlich. Ich muβte die Karten verfallen lassen. Als ich mit meinen Überlegungen hier angelangt war, merkte ich im Unterbewuβtsein, daβ unser sonst so lebhaftes Kind merkwürdig still saβ. Ich erriet alles. Das Kind ist nämlich musikalisch, spielt Klavier und hört seit Monaten im Radio nur noch Opernarien. Ich dachte: «Ob so ein Kind überhaupt etwas von einer Oper hat?»

«Sag mal, Röschen, darfst du denn eigentlich mit deinen dreizehn Jahren schon ...?»

«Bald vierzehn, Papa; nur im Kino sind manche Filme für mich verboten.»

Röschen hatte sich fein gemacht. Sie sah schon ein biβchen wie ein Backfisch aus.

Als wir im Opernhaus ankamen, war sie ganz aufgeregt. Endlich saβen wir auf unseren Plätzen. Ich war stolz auf das, was ich erreicht hatte: Röschen saβ bei der Ouvertüre vollig ruhig und gelöst da und gab sich der Musik hin. An welcher Stelle ich plötzlich zusammenzuckte, weiβ ich nicht mehr. Ich erinnere mich nur noch, daβ es mir plötzlich ganz heiβ wurde. Ich hatte diese wenig bekannte Oper vor langer Zeit schou eitnmal gesehen. Es kamen darin die schrecklichsten Dinge vor: Mord, Selbslmord, verursacht durch Ehebruch. Ich machte mir die gröβten Vorwürfe. Am besten wäre es, so überlegte ich, nach dem ersten Akt, in dem es meistens noch nicht so wüst zugeht, unter irgendeinem Vorwand das Theater zu verlassen. Aber es war lächerlich, an so etwas überhaupt zu denken. Röschen dankte mir so rührend in der ersten Pause, daβ es mir das Herz gebrochen hatte, sie fortzuzerren.

Als sich der Vorhang wieder öffnete, war ich vor Aufregung fast gelähmt. Aber meine erregten Gedanken gingen weiter: «Was wird meine Frau sagen?» Ich schämte mich entsetzlich.

Völlig erschöpft stimmte ich schlieβlich in den rauschenden Schluβbeifall ein.

«War es nicht wunderbar?» fragte Röschen immer wieder.

Ich nickte und schwieg.

Nach zwei Tagen kam meine Frau zurück.

«Du warst mit Röschen in der Oper? Sie muβ sehr gut gewesen sein. Röschen ist ganz begeistert. Wie war denn der Inhalt?»

«Der Inhalt?» sagte ich und überlegte.

«Das sieht dir ähnlich», sagte meine Frau dann, «was war an dem Abend bloβ los? Röschen hat mich schon gefragt, ob du nicht gern in die Oper gehst. Du warst im Theater so unaufmerksam und zerstreut gewesen.»

«Mir war an dem Abend nicht gut», sagte ich. Und das war ja auch die Wahrheit. So weiβ ich bis heute nicht, was in dieser Oper alles passiert. Ich wage es gar nicht, mich danach zu erkundigen.
TEXT B

THEATER UND MUSIK IN SPREEATHEN

(Nach Siegfried Schlegel)

Am Rufe Berlins, eine musenfreundliche Stadt zu sein, haben Theater und Musik groβen Anteil. Viele Theater mit ihren Spielstätten ziehen jeden Abend tausende Besucher in ihren Bann. Schon um die Jahrhundertwende war die Hauptstadt in der Bühnenkunst führend. Von hier gingen Impulse für das Theaterschaffen aus, die in vielen Ländern beachtet wurden. Mit Max Reinhardt begann 1905 am Deutschen Theater eine Ära, in der weltberühmte Schauspieler in beispielhaften Inszenierungen bedeutende Werke der dramatischen Kunst spielen. Oder denken wir an Erwin Piscators und Bertolt Brechts politisches Theater nach dem ersten Weltkrieg.

Hier in Berlin gab es auch seit dem neunzehnten Jahrhundert nicht nur Theater fuü den Adel und die wohlhabenden Kreise, sondern auch für das einfache Volk. 1824 entstand als dritte Bühne Berlins das Königstädtische Theater am Alexanderplatz. Hier spielte man unter anderem Volksstücke und brachte die Figur des Eckenstehers Nante auf die «Bretter, die die Welt bedeuten.»

Unternehmen wir nun einen kleinen Streifzug durch die Theater– und Musikszenen. Beginnen wir mit dem ältesten Berliner Theater, der jetzigen Deutschen Staatsoper Unter den Linden. 1743 wurde sie als Hofoper des Preuβenkönigs Friedrich II. eröffnet. Er sorgte dafür, daβ sein Baumeister Wenzeslaus von Knobelsdorff ein representatives und zugleich festliches Bauwerk schuf, das noch heute eine Zierde der bekanntesten Berliner Straβe ist. Die Titel der hier gespielten Stücke, die Namen berühmter Dirigenten und Sänger würden Seiten füllen – belassen wir es bei der Feststellung: Die Lindenoper, wie sie oft kurz genannt wird, war und ist noch eines der führenden Opernhäuser unseres Kontinents.

Mit dieser Bühne verbunden ist die Berliner Staatskapelle, die zugleich ein umfangreiches Programm an Konzerten bestreitet. Dieses internationale Spitzenorchester ist noch wesentlich älter als die Oper, denn es begann seinen Weg schon 1570 als Hofkapelle der brandenburgischen Kurfürsten, die in Berlin residierten.

Als zweitälteste Bühne der Hauptstadt entstand das «Königlische Schauspielhaus». Als das Gebäude 1817 abbrannte, wurde es 1821 durch Karl Friedrich Schinkel am heutigen Platz der Akademie im klassischen Stil wiedererrichtet, erne Kostbarkeit der Architektur. Noch in den letzten Tagen des

zweiten Weltkrieges sank auch dieses wunderbare Bauwerk in Schutt und Asche. Am ersten Oktober 1984 konnte es, nun als Konzerthaus, wiedereröffnet werden. Eine groβe Orgel ermöglicht es, daβ die populär gewordene Orgelmusik hier eine Pflegestätte findet.

Schauspielkunst wird heute von verschiedenen Theatern Berlins gepflegt. Die längsten Traditionen hat das 1883 gegründete Deutsche Theater. An seiner zweiten Spielstätte, den Kammerspielen, spielte man die damals «zeitgenössischen Stücke» von Shaw, Strindberg, Leo Tolstoi und bahnte ihnen den Weg zum Erfolg. Gerhart Hauptmanns «Weber» wurden zunächst vom Berliner Polizeipräsidenten verboten. Im Herbst 1894 fand dann am Deutschen Theater die erste offizielle Aufführung dieses soziallen Dramas statt. Aus Protest kündigte Kaiser Wilhelm II. seine Loge im Theater, aber in zwei Spielzeiten stand Hauptmanns Schauspiel annähernd 200mal auf dem Spielplan.

Fur zeitnahes Theater engagierten sich seit 1890 die fortschrittlichen Arbeiter in der Besucherorganisation «Freie Volksbühne». 1914 konnten sie ein eigenes Theater eröffnen. Sehr bekannt sind das Schiller-Theater mit dem Schloβpark-Theater, das Renaissance-Theater, die Schaubühne. Kinder der neuen Zeit nach dem zweiten Weltkrieg waren das Maxim-Gorki-Theater und das Berliner Ensemble, das viele Jahre von Helene Weigel geleitet wurde.

Weltgeltung erlangte auch die «Komische Oper», die viele Jahre unter der Leitung von Walter Felsenstein stand. Sein Anliegen war Musiktheater von höchstem Niveau, und mit dieser Absicht wurden besonders Meisterwerke der nationalen und internationalen Opernkultur inszeniert.

Mit zwei Ensembles, die sich dem Frohsinn, der guten Laune und der heiteren Unterhaltung verschrieben haben und dabei ebenfalls zu internationalem Ansehen gelangten, wollen wir diesen Streifzug beenden. Da ist das Kabarett «Die Distel», seit fast fünfunddreiβig Jahren «das schlechte Gewissen einer guten Zeit», wie ihr Leiter Otto Stark einmal schrieb. Mit Humor, Satire und Ironie will man Schwächen, Mängel und Widersprüche in der gesellschaftlichen Praxis «anstechen» und so zu ihrer Beseitigung beitragen. Nur wenige Meter davon entfernt steht seit wenigen Jahren, supermodern im Inneren und Äuβeren und mit besten technischen Möglichkeiten, der neue «Friedrichstadtpalast».

Bleibt zum Schluβ nur noch die Feststellung: Vielgestaltig wie das Leben ist auch die Berliner Theaterszene – man braucht nur eine Karte, um daran teilzunehmen.

(Gekürzt aus «Sprachpraxis», 1987/6)
ÜBUNGEN ZU DEN TEXTEN
1. Lesen Sie die Texte und übersetzen Sie sie ins Russische.
2. Antworten Sie auf die Fragen zum Text A.
1. In welcher Form ist die Erzählung von Victor Weimer geschrieben? In der Ich-Form oder in einer anderen Form? 2. Wird ein Dialog in der Erzählung geführt? 3. Welche Gestalten treten als Personen auf? 4. Was brachte Otto für Röschen und ihren Vater? 5. Warum fehlte die Mutter? 6. Welchen Entschluβ wollte der Vater in erster Linie fassen? 7. Warum muβte er auf seinen Entschluβ verzichten? 8. War Röschen musikalisch begabt? 9. Wie benahm sie sich bei der Ouvertüre? 10. Warum muβte der Vater sich die gröβten Vorwürfe machen? 11. Wie wollte er das Theater verlassen? 12. Warum gab er diese Absicht auf? 13. War dieser Theaterbesuch für die Tochter ein Erlebnis? 14. Welchen Eindruck hatte der Vater von der Oper? 15. Wie begründete er seine Meinung?
3. Antworten Sie auf die Fragen zum Text B.

1. Welche Rolle spielen Theater und Musik im Rufe Berlins, eine musenfreundliche Stadt zu sein? 2. Wann war Berlin in der Bühnenkunst führend? 3.Wie heiβt das älteste Berliner Theater? 4. Wo befindet sich die Deutsche Staatsoper? 5. Wodurch ist sie berühmt? 6. Welche ist die zweitälteste Bühne in Berlin? 7. Wie wird die Schauspielkunst gepflegt? 8. Wann wurde das Deutsche Theater gegründet und wie heiβt seine zweite Spielstätte? 9. Welche anderen Theater gibt es in Berlin? 10. Was stellt die «Komische Oper» dar? 11. Was wird im Kabarett «Die Distel» und im neuen «Friedrichstadtpalast» gespielt? 12. Wie kann man das Berliner Theaterleben charakterisieren?


4. Übersetzen Sie ins Russische.

1. Den Bahnhof können Sie mit jeder Straβenbahn erreichen. 2. Das Telegramm hat mich nicht erreicht. 3. Damit erreicht man nichts. 4. Einiges ist in dieser Richtung schon erreicht. 5. Wie hat sie das erreicht? 6. Wir spielten Schach und sie gewann. 7. Hast du gewonnen oder verloren? 8. Die dort gewonnene Steinkohle gilt als die beste Sorte. 9. Zucker gewinnt man aus der Zuckerrübe. 10. Wir haben Zeit gewonnen. 11. Das Projekt gewinnt an Klarheit. 12. Er hat den Prozeβ gewonnen. 13. Wer wagt, gewinnt. 14. Sie gewann die Wette.


5. Gebrauchen Sie die Zusammensetzungen mit den Komponenten -theater-,  welt-, -spitzen- in den verschiedenen Wortverbindungen.
6. Formulieren Sie Fragen zu den folgenden Sätzen:

1. Berlin ist eine musenfreundliche Stadt. 2. Schon um die Jahrhundertwende war die Hauptstadt in der Bühnenkunst führend. 3. Von hier gingen Impulse für das Theaterschaffen aus, die in vielen Ländern beachtet wurden. 4. Weltberühmte Schauspieler spielten bedeutende Werke der dramatischen Kunst. 5. Das waren beispielhafte Inszenierungen. 6. 1824 entstand als dritte Bühne Berlins das Königstädtische Theater am Alexanderplatz. 7. Die Deutsche Staatsoper war und ist noch heute eines der führenden Operhäuser Europas. 8. Die Berliner Staatskapelle

bestreitet ein umfangreiches Programm an Konzerten. 9. Sie begann ihren Weg schon 1570 als Hofkapelle der brandenburgischen Kurfürsten, die in Berlin residierten. 10. Das «Königliche Schauspielhaus» ist eine Kostbarkeit der Architektur. 11. Die populär gewordene Orgelmusik findet hier eine Pflegestätte. 12. Die «Komische Oper» erlangte Weltgeltung. 13. Der neue «Friedrichstadtpalast» hat sich der heiteren Unterhaltung verschrieben. 14. Das Schiller-Theater mit Schloβpark-Theater ist sehr beliebt.
7. Bilden Sie Sätze.

1. Diese Schatulle, sein, eine (selten) Kostbarkeit. 2. Eine (richtig) Kritik, beitragen viel, zu, die Entwicklung der Literatur. 3. Der Gast, bewundern, die Kostbarkeiten, in, das Museum. 4. Das Gemälde, haben, für mich, ein groβer Wert. 5. Das Lesen guter Bücher, beitragen viel, zu, die Erziehung des Menschen. 6. Der Wert des Buches, liegen darin, daβ, es, entwickeln, ein guter Geschmack. 7. Diese Theorien, beitragen, zu, die Entwicklung der Sprachwissenschaft. 8. Das Buch, sein, ohne, jeder Wert, für ihn. 9. Die Kulturscbaffenden, legen, ganz besonderer Wert, auf, gute Zusammenarbeit. 10. Dieser Wechsel, sein, verfallen. 11. Der Reisende, können, der Zug, nicht erreichen, und müssen, die Fahrkarte, verfallen lassen. 12. In diesem Falle, wagen, ich, nicht, abzusagen. 13. Der Aspirant, wagen, zu behaupten, daB, dieser Versuch, sich bewähren. 14. Der Laboringenieur, wagen, dieser Versuch. 15. Sie, wagen, nicht, das Paket, mil der Post, zu schicken.


8. Fügen Sie passieren, geschehen, vorkommen, los sein ein.

1. Er kam nur langsam voran, blind für alles, was ringsum ... (D. Noll). 2. Das ist mir auch noch nicht ... (H. Nachbar). 3. So etwas ... im Leben nicht oft ... . 4. Immer, wenn ich es vergessen hatte, ist etwas Neues ... (D. Noll). 5. Das hätte bei der Reparatur jedem eifrigen Laien ... können (M. Hoffmann). 6. Was ... mit Ihnen ... ? 7. Was ... mit Ihrer Wasserleitung ... ? 8. Ringsum war alles ruhig, als sei in der Nacht nichts ... . 9. Er tat, als wäre nichts ... . 10. Dort ... etwas ... . 11. Es ... oft ... , daβ wir die Vorlesungen für Chirurgie besuchen. 12. Was soll dir jetzt noch ... ? 13. Und so ... es. 14. Das ... immerhin nicht so oft ... . 15. Das ... ... . 16. Was ... hier ...? – Ein Unfall ist ... .


9. Übersetzen Sie ins Deutsche, verwenden Sie dabei die Adjektive kostbar und wertvoll.

1. Это очень ценный совет, мы ему последуем. 2. Нам надо спешить, дорога каждая минута. 3. На певице была дорогая меховая палерина (der Pelzumhang). 4. Ученые внесли ценный вклад в решение экономических проблем. 5. Это – ценное научное открытие. 6. Где ты видел драгоценный клад? (der Schatz) 7. В витрине лежало драгоценное жемчужное ожерелье (die Kette). 8. Ценные сокровища искусства были спасены. 9. Надо знакомится с ценным опытом рентабельных предприятий. 10. В музее были выставлены драгоценные украшения.

10. Lesen Sie den Text. Slellen Sie Fragen zum Text.
DER KRISTALLENE SCHUH

(Nach «Max und Lottchen in der Schule» von Lilo Hardel)

Ein Auszug

Die Lehrerin wollte auch am nächsten Tag das Märchen nicht zu Ende erzählen. «Morgen nachmittag gehen wir ins Theater und sehen uns das Märchen an», sagte sie. «Morgen wird dort «Der kristallene Schuh» gespielt, und das ist das Märchen vom Aschenbrödel. Ich glaube, es wird euch gut gefallen».

Da freuten sich die Kinder. In der Pause standen sie alle beieinander auf dem Schulhof und unterhielten sich über den Theaterbesuch.

Am nächsten Tag gingen alle ins Theater. Fraulein Grawunder war natürlich auch dabei. So viele waren sie, daβ sie drei Reihen des groβen Theaters brauchten. Sie saβen sehr weit vorn, aber wenn sie sich umdrehten, übersahen sie den ganzen Theaterraum, denn er erhöhte sich nach hinten, damit auch die, die in den letzten Reihen saβen, gut über die vorderen hinweggucken konnten. Auf fast allen Plätzen saβen Jungen und Mädchen, unterhielten sich, beugten sich vor oder drehten sich herum. Alle hatten schöne Kleider angezogen und sich fein gemacht.

In ein Theater zu gehen, ist ein groβes Erlebnis. Man kommt in den Saal hinein und setzt sich auf einen roten Samtstuhl. Wenn man noch einmal aufsteht, dann klappt der Sitz hinter einem in die Höhe, und man darf nicht vergessen, ihn herunterzuklappen, bevor man sich wieder hinsetzt, sonst hat man plötzlich auf der Erde Platz genommen.

Irgendwo klingelt es. Alle setzen sich still hin und schauen nach vorn, und wenn jetzt noch ein Besucher drauβen sein sollte, dann muβ er sich beeilen, wenn er rechtzeitig auf seinen Platz kommen will, denn bald klingelt es zum zweiten Mal. Aber wenn es zum dritten Mal geklingelt hat, ist es soweit. Dann geht das Licht langsam aus, und ein Weilchen bleibt es ganz dunkel. Es ertönt schöne Musik. Man halt vor Erwartung den Atem an, und dann, dann gebt der groβe Vorhang langsam auf. Wie wunderbar ist die Vorstellung!

Die Kinder waren vom ersten Augenblick an, als sie das Theater betraten, aus dem Staunen nicht herausgekommen. Das Theater war wunderschön eingerichtet. Und nicht nur der Theatersaal, sondern auch die Vorräume, in denen die Zuschauer während der Pause spazierengingen, waren prächtig. Dort hingen viele Bilder an den Wänden, weiche Teppiche lagen auf dem Boden, und überall standen niedrige Tische, groβe Sofas und tiefe Sessel. Manche Zuschauer hatten die ganze Theaterpause dazu benutzt, um im Erfrischungsraum ein Glas Limonade, eine Tasse Kaffee zu trinken, oder am Büfett Sekt und Kuchen zu bestellen.

Am nächsten Tag sollte jeder etwas aus dem Theaterstück aufzeichnen. Die Jungen und Mädchen begannen eifrig damit, und währenddessen erzählte Fräulein Grawunder, daβ Ascbenbrödel ein ganz altes Volksmärchen ist, das man schon vor langer, langer Zeit den Menschen in Frankreich, England, Deutschland und im allen

Ruβland erzählt hätte. Alle malten und malten. Sie waren ganz in ihre Bilder vertieft. Sie versuchten alles, was sie im Theater erlebt hatten, genau der Reihe nach wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Auch Inge ging sehr gern schon seit vielen Jahren ins Theater. Sie interessierte sich für alles, was damit zusammenhing. Sie hatte auch schon selbst Theater gespielt und sogar einmal ein Puppentheater gebaut. Schon immer hatte sie sich gewünscht, ein Theater einmal richtig anschauen zu können. So hatte sie erfahren, daβ sie mit Besuchergruppen durch Führungen das Haus kennenlernen konnte.


11. Schreiben Sie aus dem Text die Vokabeln heraus, die zum themenbezogenen Wortschatz gehören. Verwenden Sie diese Vokabeln bei der Beschreibung: a) der Vorräume des Theaters, b) des Theatersaals. c) des Erfrischungsraums im Theater.
12. Erzählen Sie den Text A aus der Sicht der Mutter nach.
13. Erzählen Sie den Text B aus der Sichl des Stadtführers nnach.
14. Unternehmen Sie einen kleinen Streifzug durch die Theater– und Musikszenen Moskaus. Verwenden Sie dabei den Stoff des Textes B.
ÜBUNGEN ZUM THEMA
1. Sprechen Sie den Text nach.

Karla besuchte gern das Theater, aber sie hatte selten Gelegenheit dazu, eigentlich nur dann, wenn sie im Betrieb Theaterkarten bekam; sie wäre um keinen Preis allein gegangen... Dann lernte sie Martin kennen. Sie hörte seiner Stimme an, daβ er lächelte. «Und wofür interessieren Sie sich?»

«Fürs Theater», sagte sie, ohne zu überlegen. «Am liebsten mag ich Schiller».

«Schiller? Gut. Das paβt groβartig.» Er dachte einen Moment nach, dann fuhr er fort: «Sie lesen sicher gern, ja?»

Karla schüttelte den Kopf, obgleich sie sich auf einmal ihrer Lese-Unlust schämte.

«Ein Fehler» sagte Martin strong. «Ich jedenfalls finde ein Leben ohne Bücher armselig.»

Dann standen sie vor dem vierstöckigen Haus, in dem Karla wohnte. «Vielen Dank», sagte sie und gab Martin die Hand. Sie ging schnell ins Haus und schloβ ab.

Als sie am nächsten Tag aus dem Betrieb kam – sie trug ihr Haar über die rechte Schulter nach vorn gekämmt -, stand Martin vor dem Werktor. «Ich habe keine Blumen mitgebracht», sagte er, «ich dachte, es wäre Ihnen peinlich vor den anderen Mädchen». Er fischte aus seiner Manteltasche zwei Theaterkarten und hielt sie ihr auf der flachen Hand hin. «Was für sie», sagte er. «Kabale und Liebe».


«Aber das kann ich doch nicht annehmen», sagte Karla.

«Gehn Sie jetzt fix nach Haus und ziehn Sie sich um. Und bitte schmucken Sie sich ein biβchen.»

«Ja», sagte sie. Karla ging, und sie drehte sich noch einmal um und winkte.

«Um sieben», rief Martin ihr nach.

(Nach «Das Geständnis» von Brigitte Reimann)
2. Antworten Sie auf die Fragen.

1. Besuchen Sie gern das Theater? 2. In welche Vorstellungen kommen Sie besonders oft? Gehen Sie gern in ein heiteres Stück? 3. Studieren Sie das Personenverzeichnis auf dem Programmzettel? 4. Machen Sie sich fein, wenn Sie ins Theater gehen? 5. Ordnen Sie Ihr Haar vor dem Spiegel? 6. Kaufen Sie sich ein Programmheft? 7. Drängen sich die Zuschauer an den Saaltüren beim Klingelzeichen? 8. Wohin gehen die Zuschauer in der Pause? 9. Welche Theaterstücke sehen Sie sich am liebsten an? 10. Mit wem gehen Sie ins Theater? 11. Besuchen Sie manchmal ein Konzert? 12. Für welche Konzerte kaufen Sie Karten? 13. An welchen Konzerten nehmen Sie teil? 14. Veranstalten Sie einen Laienkunstabend?


3. Sprechen Sie über einen Thenterbesuch, über Vorbereifungen zu einem Theaterbesuch, über einen Laieakunstabend.
4. Prägen Sie sich den Textinhalt ein. Erzählen Sie ihn mit eigenen Worten.
DAS MALY THEATR MOSKAU MIT DREI INSZENIERUNGEN ZU GAST

Nach Hans-Rainer John

(«Theater der Zeit», 1986/12, gekürzt)

Das Maly Theater ist wohl die älteste und traditionsreichste Bühne Moskaus. 1824 gegründet, war es das Theater Gribojedows, Puschkins und Gogols, hier haben Motschalow und Stschepkin gespielt, und vor allem: alle siebenundvierzig Stücke Ostrowskis erlebten hier ihre Uraufführung. Und dieses Theater war in Berlin, Rostock, Leipzig und Magdeburg zu Gast mit drei Inszenierungen, von denen jede eine Süule des Repertoires repräsentiert: «Wanjuschins Kinder» die russische Klassik, «Iwan» die moderne Dramatik und «Cyrano de Bergerac» die Weltliteratur.

Der Autor Sergej Naidjonow ist bei uns kaum bekannt, vielleicht weil er nicht die Vielschichtigkeit und psychologische Tiefe seiner Zeitgenossen Tschechow und Gorki erreicht hat, aber als 1901 sein Stück «Wanjuschins Kinder» erschien, da wurde es an fast allen russischen Theatern gespielt und auch heute noch gehürt es zum ständigen Repertoire vieler russischer Bühnen. Es ist die Geschichte vom Zerfall einer groβen Kaufmannsfamilie im zaristischen Ruβland. Immer bemüht um Mehrung seines Reichtums, hat der Vater so lange tyrannisch, keinen Wiederspruch

duldend, sich für individuelle Entwicklungen nicht interessierend, über seine Kinder geherrscht, bis er eines Tages erkennen muβ, daβ sie nicht gelernt haben, zu arbeiten und zu leben. Sie sind ihm fremd geworden, wenden sich von ihm ab. Geld hat die Gefühle zersetzt, darüber kommt er nicht hinweg, er jagt sich eine Kugel in den Kopf.

Die Aufführung entsprach der hohen ästhetischen Kultur des Maly Theaters, die freilich nicht frei ist von Spuren jenes Traditionalismus, gegen den bereits Staoislawski mit der Gründung des Kunstlertheaters Reformen setzte. Groβartige Darsteller waren mit gediegenen Leistungen am Werk, alles War darauf gerichtet, Stimmungen diffizil herauszuarbeiten und seelische Befindlicbkeiten bloβzulegen.

Der Abend wurde geprägt von Michail Zarjow, dem Nestor der russischen Schauspielkunst, der seit fünfzig Jahren am Maly Theater tätig und seit längerem sein künstlerischer Leiter war. Der Dreiundachtzigjährige spielte nicht nur mit groβer Intensität die Hauptrolle, er hatte das Stück – unterstützt von zwei jungen Regisseuren – auch selbst inszeniert.

Das Gegenwartsstück «Iwan» von Anatoli Kudrjawzew hat mich seiner Titelfigur wegen interessiert. Der Zimmermann Iwan Klimow ist geprägt von den opferreichen Kämpfen des Krieges, die ihn auch noch nach vierzig Jahren im Traume heimsuchen. Er jst kein Held ohne Fehl und Tadel, ein aufbrausender Dickkopf, der im Kampf um das Richtige immer wieder über die Stränge schlägt und sich ins Unrecht setzt. Diese Geschichte ist in ein Dorfpanorama eingebettet, innerhalb dessen viele lebensvolle Figuren porträtiert sind und aktuelle Alltagsprobleme zur Sprache kommen. Der mit groβer Spielfreude agierende Wiktor Korschunow verstand in der Titelrolle die Seelenzustände der Figur mit körperlicher Ausdruckskraft fast expressiv nach auβen zu kehren, überhaupt waren vorzügliche Darsteller am Werk, die unverwechselbare, vielschichtige Charaktere fein auszuformen verstanden.

Der scheinbar unsterbliche «Cyrano de Bergerac» hatte zumindestens in Berlin den gröβten Publikumserfolg. Es war dem Regisseur R. Kaplanjan nicht so sehr um genau gearbeitete realistische Szenen und Details und nicht um widersprüchliche Charaktere gegangen, sondern um einen dekorativen Bilderbogen aus der Barockepoche, um eine schone, glatte Inszenierung des romantischen Rührstückes, in der die Leidenschaft der Liebe ungebrochenen Ausdruck findet in schwungvoller Geste und pathetischer Rede. Juri Solomin, der als Cyrano den selbstlosen sentimentalen Helden ohne jedes Augenzwinkern voll behauptete, und Nina Kornijenko als Roxana briltierten mit reichen darstellerischen Mitteln. Und immer schuf Musik, mal modern-rhythmisch, mat romantisch-sentimental, den wirkungsvollen, Background.


5. Sagen Sie es anders.

1. Alle Stücke Ostrowskis erlebten im Maly Theater ihre Uraufführung. 2. Dieses Theater war in Berlin, Rostock, Leipzig und Magdeburg zu Gast. 3. Jede von diesen drei Inszenierungen repräsentiert eine Saule des Repertoirs. 4. Das Stück gehört zum ständigen Repertoire des Theaters. 5. Die Auführung entsprach der hohen

ästhetischen Kultur des Maly Theaters. 6. Das Gegenwartstück hat mich seiner Titelfigur wegen interessiert. 7. Er ist kein Held ohne Fehl und Tadel. 8. In diesem Drama kommen aktuelle Alltagsprobleme zur Sprache. 9. Vorzügliche Darsteller waren am Werk. 10. Es ging dem Regisseur nicht so sehr um genau gearbeitete Szenen, sondern um eine schöne, glatte Inszenierung des romantischen Stückes. 11. Die Schauspieler brillierten mit reichen darstellerischen Mitteln. 12. Und immer schuf Musik den wirkungsvollen Background.
6. Antworten Sie auf die Fragen.

1. Was stellt das Maly Theater dar? 2. Wann wurde es gegriündet? 3. Welche berühmten Schauspieler haben hier gespielt? 4. Welcher Dramatiker schrieb seine Stücke für dieses Theater? 5. Mit welchen Inszenierungen war das Maly Theater in Berlin zu Gast? 6. In welchen deutschen Städten gastierten die Schauspieler? 7. Worum handelt es sich im Bühnenstück «Wanjuschins Kinder»? 8. Wie wurde diese Aufführung vom Autor eingeschatzt? 9. Wie bewertete er das Gegenwartsstück «Iwan»? 10. Wer ist der Verfasser des Stückes «Cyrano de Bergerac»? 11. Wie wurde dieses Stück vom deutschen Publikum aufgenommen? 12. Welche Stücke ziehen Sie vor? Begründen Sie Ihre Meinung!


7. Sprechen Sie uber ein Schauspielhaus in Mostau.
8. Geben sie den Textinbalt in Deutsch wieder.
ЧЕХОВ В ТЕАТРЕ «ШАУБЮНЕ»

ГАСТРОЛИ В МОСКВЕ

Впервые театр «Шаубюне» показал в Москве пьесу «Три сесты» Чехова в 1989 году. Этот спектакль режиссера Петера Штайна имел большой успех. В 1990 году театр приехал еще раз в Москву. На пресс-конференции перед началом спектакля Петеру штайну было задано много вопрососв, в том числе и такой вопрос: «Почему театр «Шаубюне» вторично показывает «Три сестры», а не привез «Вишневый сад»?» После небольшой паузы один из лучших режиссеров мирового театра ответил: «Мы и сами сомневались, сможем ли иметь такой же успех? Но нас пригласили приехать с «Тремя сестрами» тогда же, в 1989 году, еще до того как был поставлен «Вишневый сад». Правда, нынешний спектакль в каких-то деталях отличается от прежней версии. В нем усилились комедийные ситуации, появились элементы гротеска. Это объясняется нашей же собственной работой над «Вишневым садом»».

Теперь, когда мы заново увидели «Три сестры» и заново насладились искусством актеров и режиссера, когда зал в течение четырех часов, затаив дыхание, следил за каждым словом, жестом, взгядом, упиваясь полифоничностью театрального письма, стало ясно: опасения были напрасны.

Усиливая сатирические моменты, Штайн неожиданно придал спектаклю еще более мощное трагическое звучание. Надвигающийся хаос так или иначе пугает всех.

Спектакль отличают удивительный ансамбль, глубокое постижение замысла Чехова и собственный современный взгляд на события времен давности. Но при этом режиссер не жертвует актерскими индивидуальностями, а позволяет им максимально реализоваться. Первыми среди равных следует назвать Ютту Лампе – Машу (это вообще какое-то чудо!), Коринну Кирххоф – Ирину, Либгарт Шварц – Ольгу, Эльзу Квекке – Анфису, Ханса Мадина – Ферапонта, Роланда Шефере – Соленого, Вернера Рема – Кулыгина, Эрнста Штетцера – Тузенбаха. Можно перечислить почти всех…

На вопрос, отчего режиссер так бережно относится не только к репликам, но и к ремаркам классиков, Петер Штайн сказал: «Я действительно достаточно агрессивный режиссер. Но мне уже 53-й год, и я понял, что мы, режиссеры, должны учиться разгадывать замыслы авторов, а не сердится на нах за то, что они задают нам слишком трудные задачи. Некоторые мои коллеги вместо этого начинают навязывать себя в соавторы, забывая, что наша профессия производная. Я не чувствую себя Моцартом, но только дирижером».

Ах, Петер Штайн, Петер Штайн! Как жаль, что не все разделяют эту точку зрения. Вы правы: Чехов нужен всем.

(По материалам статьи Б. Поюровского,

«Вечерняя Москва, 30 июня 1990 г.»)


9. Erzählen Sie von einer Gastspielvorstellung.
10. Lesen sie den folgenden Textausschnitt und beantworten Sie die Frage: Wie ist Ihre Einstellung zum Theater? Begründen Sie Ihre Meinung.

Hermann Grieper war noch nie in seinem Leben in einem Theater gewesen, und er hielt das keineswegs für einen Fehler.

«Du bist ja ein Schriftmensch», sagte er zu Robert, «du mußt da hingehen, aber ich doch nicht. Ich kenne doch alle linken Dinger, die es gibt. Was soll ich da lernen? Schreib du mal meine Memoiren, dann brauchst du auch nicht mehr ins Theater. Zirkus, ja, in einen Zirkus geh ich immer. Weißt du, wie lange ich üben mußte? ... Dichterisch ausgedrückt, könnte man sagen: Wer Hofschuhmacher werden will, darf nicht zu einem Flickschuster in die Lehre gehen. Ich bin nicht eitel, aber dichterisch ausgedrückt bin ich ein Hofschuhmacher geworden. Die Tricks stammten immerhin von dem König der Magier. Aber ich hatte sie doppelt; ich hatte sie für die rechte Hand studiert und für die linke. ... Ich war ein Fleißmensch. Du bist auch ein Fleißmensch, und ich achte das. Wenn ich nicht so ein Fleißmensch wäre, hätte ich in dem Gewerbe nicht acht Jahre konkurrenzlos dastehen können. Acht Jahre lang täglich sechs Stunden. Die Leute heute, vor allem die jungen, machen sich doch keinen Begriff mehr davon. Die denken, das geht so wie in den Cowboy-Filmen.

Wenn ich mich schon auf Kunst einlasse, dann will ich die Wahrheit sehen. Darum gehe ich auch nicht ins Theater. Und deshalb nicht, weil ich eine Menge Schauspieler gekannt habe. Wenn ich mir die, die ich kenne, vorstelle, wie sie einen König spielen oder einen Cowboy, na ...

Nein, im Theater ist kein Leben – Zirkus ja, da gehe ich auch heute njch hin, denn da ist noch Fleiß.»

(Nach «Die Aula» von Hermann Kant)


11. Geben Sie den Textinhalt in deutscher Sprache wieder.
СЧАСТЛИВЫЙ БИЛЕТ

А. Родин

(С сокращениями)

– Лишнего билетика? Нет ли у вас лишнего билетика? – спрашиваю я чуть ли не у каждого прохожего, и в тоне моем что-то заискивающее. Нас много, жаждущих попасть в театр, порой кажется – нас больше, чем законных обладателей билетов.

– Лишнего билетика? Лишнего билетика? …

Отвечают по-разному. Одни улыбаются доброжелательно и чуть смущенно, разводя руками, будто виноваты: мол, рады бы, девушка, но увы… «Сами ищем», – отвечают другие. У меня цель – достать билет, любой ценой попасть на спектакль. И я спрашиваю, спрашиваю, вместе с такими же, как я не теряю надежды до самого последнего момента…

Боже, как я люблю театр! В театре меня волнует все. И оживленная толпа перед театральным подъездом, над которым горяд фонари, хотя во дворе еще не стемнело, и нарядные, пахнущие духами, женщины, прихорашивающиеся перед зеркалом в вестибюле, и неторопливые прогулки по кругу, по сверкающему паркету фойе, и фотографии артистов на стенах. Медленно гаснет свет в зале, все затихает, последние покашливания, робкие звуки музыки в тишине, луч прожектора с танцующими в нем пылинками, бледное лицо актера в свете прожектора. Но это еще только начало, и все еще впереди. Люди еще живут своей прежней, дневной жизнью, они пришли усталые после работы, кого-то, может, обидели на службе. Разные судьбы, разные люди – молодые и старые, романтики и скептики, бессеребренники или, наоборот, корыстолюбцы. Но посмотрите, что с ними совсеми делается во время спектакля! Найдется ли хоть один, пусть самый нехороший человек, который желал бы успеха злодею на сцене? Нет такого! Все мы, сидящие в этом зале, незнакомые и непохожие, –все мы заодно! За правду, за справедливость, честность и чистоту! Вот что такое театр! Театр я полюбила еще со студенческих лет. Я не знаю, как бы я жила без театра!

– Лишнего билетика! Лишнего билетика!

Желающих становится все больше, а шансов попасть все меньше. Я прохаживаюсь у входных дверей. Молодой парень, неброский, очень скромный на вид. Он давно стоит здесь, билетов не спрашивает, с беспокойством смотрит на толпу. А время идет, и пора бы ей прийти на свиданье к этому милому парню. А народу все прибывает. Но вот вестибюль за стеклянной дверью пустеет, в раздевалке гаснет свет. Безбилетники начинают расходиться, бредут понуро.

И вдруг приближается ко мне этот парень.

– Послушайте, девушка… – начинает он неопределенно.

– Да? – спрашиваю я, почему-то робея.

– Девушка, у вас нет двух копеек?

В моем кошельке единственная двушка, мне жалко, очень жалко отдавать ее. Но парень просит.

Он скрывается в будке автомата, видно сквозь стекло, как набирает номер, долго ждет ответа, потом вешает трубку, снова набирает… Наконец, выходит нахмуренный.

– Значит, так, – говорит он по-деловому, –разрешите пригласить вас в театр.

– Меня? – спрашиваю я, растерянная.

– Кого же еще? Вас!

– Но может быть … придут?

– Не придут! – резко говорит парень.

И впервые, непонятно от чего, у меня пропадает желаение идти в театр. Мне нужен лишний, счастливый билет, я не хочу идти по чужому билету.

– Давайте скорее, опаздываем, – торопит он.

И тут происходит самое смешное. Мы подходим к билетерше, она берет наши билеты, потом вопросительно смотрит на нас.

– Вам же не сюда! – восклицает она. – Это билеты совсем в другой театр!

– Да ну?! – говорит парень. – Здорово! И в голосе его радость, и в голосе его торжество.

Он хватает у билетерши свои билеты, кивает мне на прощание и бежит, бежит к тому, другому театру, где его ждут.
12. Erzählen Sie von einem Theatererlebnis.
13. Lesen Sie den nachstehenden Dialog und fünren Sie ein Gespräch über eine Premiere.
SENSATIONELLE PREMIERE

Vor einer Stunde bin ich in Paris angekommen. Der erste Bekannte, dem ich dort begegnete, fragte mich: «Haben Sie schon eine Theaterkarte?»

«Eine Theaterkarte? Wofür?»
«Für die heutige sensationelle Premiere!»

«Wird heute ein neues Stück gespielt?»

«Ja, heute ist die Premiere eines englischen Stücks. Das ist das beste Kriminalstück aller Zeiten! Die Premiere ist schon seit einigen Wochen ausverkauft.»

«Was für einen Titel hat denn das Stück, das heute aufgeführt wird?»

«Mord im Park.»

«Gut, der Titel ist nicht schlecht.»

«Die ganze Stadt wartet darauf. Heute abend werden es alle ganz bestimmt sehen wollen. Bis zum Ende kann niemand erraten, wer der Mörder ist.»

Ich sehe solche Theaterstücke sehr gern. Ein gutes Kriminalstück gehört zu meinen besten Erlebnissen. Aber was sollte ich tun? Die Premiere war schon seit ein paar Wochen ausverkauft. Die Theaterkarten wurden unter der Hand verkauft. Sie waren dabei zwanzigmal teurer als ihr wirklicher Preis. Aber ich kaufte mir eine Karte. Ich bezahlte diesen hohen Preis.

Nun sitze ich im Parkett und beginne aufmerksam das Spiel auf der Bühne zu verfolgen. Der Vorhang öffnete sich gerade. Da trat ein Platzanweiser heran. Er fragte mich: «Sind Sie mit Ihrem Platz zufrieden, mein Herr?» Bei diesen Worten hielt er mir seine Hand hin. Er hoffte auf ein Trinkgeld.

«Ja, danke», sagte ich. Ich gab ihm nichts. Aber er ging nicht weg.

«Wünschen Sie ein Programm, mein Herr?»

«Nein, danke.»

«Vielleicht wollen Sie ein Theaterglas?»

Auf der Bühne begann das Spiel. Erregt und nervös drehte ich mich um. Der Platzanweiser, der immer noch hinter mir stand, wiederholte seine Frage.

«Nein, danke. Nun mochte ich, daß Sie mich nicht mehr storen!»

Aber der Platzanweiser, der immer noch hinter mir stand, fragte nun: «Wünschen Sie nach der Vorstellung ein Taxi?»

«Nein!»

«Sie möchten also keinTaxi?»



«Nein! Nein!»

«Möchten Sie vielleicht eine Tafel Schokolade?»

«Nein, danke, ich möchte nichts haben!»

Ich war der Raserei nahe. Das Stück war interessant, und ich wollte nichts versöumen.

«Wunscht der Herr ein Glas Sekt in der Pause?»

«Zum Donnerwetter, nein!»

«Oder vielleichl etwas zu essen?»

«Ich will gar nichts, und Sie sollen mich endlich in Ruhe lassen!»

Der beleidigte Platzanweiser merkte nun, daß er bei mir nichts verdienen konnte. Er dachte sich die grausamste Rache aus. Er beugte sich zu mir herab, und mit haßerfüllter Stimme flüsterte er mir ins Ohr: «Der Gärtner ist der Mörder.»

(Nach Jaques Rose Garden)


14. Sprechen Sie den Text nach.
ÜBER DEN SPIELPLAN DER DEUTSCHEN STAATSOPER

Liebe Freunde der Deutschen Staatsoper, auch für die neue Spielzeit legen wir Ihnen einen Jahresprospekt vor, dem Sie sowohl unsere Premieren wie auch unser vielgestaltiges Repertoire entnehmen können. Unsere Neuproduktionen umfassen in dieser Saison abermals Bekanntes und Unbekauntes, Werke des Erbes und Novitäten. Ein Meisterwerk der russischen Opernklassik bildet den Auftakt unseres Premierenreigens: Tschaikowskis «Pique Dame». Anschließend wollen wir zwei Standardwerke unseres Repertoires, Verdis «Don Karlos» und Mozarts «Don Giovanni», unserem Pгblikum neu zugänglich machen. Außerdem planen wir die Erstaufführung der Oper «Die wundersame Schustersfrau» nach Lorca von Udo Zimmermann und, als heiteres Spielzeitausklang, zwei Einakter der «leichten Muse», Suppуs «Die schöne Galathee» und Offenbachs «Die Insel Tulipatan». Natürlich haben viele Opern von Mozart, Weber, Wagner, Richard Strauß, Puccini, Rossini nach wie vor einen festen Platz im Repertoire unseres Theaters («Die Entführung aus dem Serail», «Die Hochzeit des Figaro», «Die Zauberflöte», «Der Freischütz», «Oberon», «Der fliegende Holländer», «Tannhäuser», «Tristan und Isolde», «Die Meistersinger von Nürnberg», «Das Rheingold», «Parsifal», «Der Rosenkavalier», «Ariadne auf Naxos», «Die Frau ohne Schatten», «Tosca», «Turandot», «Der Barbier von Sevilla»). Das Ballett der Deutschen Staatsoper wird Ihnen klassisch-romantische Choreographien vod Petipa und Fokin in einer Soiree vorstellen (zum Beispiel, «Les Sylphides», «Giselle», «Coppelia», «Schwanensee», «Dornröschen», «Der Nußknacker»).

Wir hoffen, daß Sie auch in Zukunft unsere Arbeit mit so regem Interesse verfolgen wie in den zurückliegenden Spielzeiten.
15. Machen Sie sich mit dem Spielplan des Bolschoi-Theaters bekannt und erläulern Sie ihn Ihrem deutschen Gast.
16. Lesen Sie den Text und betiteln Sie ihn. Prägen Sie sich den Textinhalt ein.

Das Licht erlosch. Orchestermusik erklang. Walter sah nur Elvira. Eine rote Notlampe warf einen Lichtschimmer auf ihren Hals, auf das glänzende Haar und auf die Bernsteinkette. Musik und Oper schien sie zu lieben - wunderbar! Die seelenlose Olympia trällerte unten auf der Bühne zum Entzücken Hoffmanns. Walter saß da und überlegte unausgesetzt, was für eine Möglichkeit es gebe, mit Elvira bekannt zu werden.

Er schlich von seinem Platz und kaufte an der Garderobe von der Platzanweiserin ein Programmheft. Elvira hatte keines; vielleicht bot sich Gelegenheit, ihr seins anzubieten. An der Garderobe warf er einen Blick hinein. Bestimmt hörte sie den Schmidt gern, wahrscheinlich war sie seinetwegen gekommen. Am Sonnabend sang er den Manrico in «Troubadour». Vielleicht...

Leise nahm er seinen Platz wieder ein. Auf der Bühne zertrümmerte mit Getöse und schaurigem Gelöchter Meister Coppelius sein Wunderwerk ... Alle klatschten. Auch Elvira erhob sich, drängte zur Galeriebrüstung und klatschte. Er überlegte: «Wird sie in der Pause umhergehen? Wird sie zu ihrem alten Platz zurückkehren?» Als sie sich umwandte, blickte er gespielt gleichgültig irgendwohin, schlug sein Programmheft auf, als wollte er darin lesen, legte es aber beiseite.

«Bitte! Würden Sie mir das Programm für einen Augenblick leihen?»

«Aber bitte! Sehr gerne!»

Sie las im Programm.

Leute gingen an ihnen vorbei, die Stufen hinauf, gewiß, um sich die Beine zu vertreten oder im Vestibül eine Erfrischung zu sich zu nehmen. Er sagte: «Nicht wahr, Karl Schmidt war heut längst nicht so gut wie sonst?» Sie erwiderte: «Wie können Sie so etwas sagen? Er singt immer gut. Er ist der richtige Hoffmann, einer mit Herz!» Er gestand: «Das ist wahr, die Rolle liegt ihm. Aber ... «

Als sie ihm das Programm zurückreichte, war sie es, die erneut das Gespräch begann: «Schmidt hat mir sogar sehr gefallen. Aber die Müller ist nicht die richtige Olympia. Nun freue ich mich auf Frau Schumanns Antonia.»

«Sie kennen «Hoffmanns Erzählungen»?»

Sie hob ihren Kopf: «O ja, ganz gut sogar! Ich spiele nämlich ein wenig Klavier.»

«An die dreißigmal hab ich diese Oper bestimmt gehört», brüstete sich Walter.

«Na, da übertreiben Sie wohl ein bißchen», meinte sie lächelnd.

«Durchaus nicht!» rief er. «Ich hab nämlich hier am Theater mitgespielt. Volle sechs Jahre. Chorknabe war ich.»

«Was Sie nicht sagen!» Ihre Augen wurden ganz rund vor Staunen und waren bewundernd auf ihn gerichtet. Und er erzählte. Übertrieb. Strich sich heraus. Brüstete sich mit seinen vielen Bekanntschaften ... Freier, Lorenz, Wenkoff ... Er erzählte und erzählte, Anekdoten und Schnurren von dem Leben hinter den Kulissen. Er verstand es, ihre Aufmerksamkeit zu fesseln.

«Sonnabend wird «Troubadour» gegeben! Ich lad Sie ein! Der Manrico ist Schmidts Glanzpartie!» Sie versprach, am Sonnabend vor dem Theater zu sein.


17. Besprechen Sie eine Theatervorstellung anhand des Textes.
18. Geben Sie den Inhalt der folgenden Texte wieder.
AUS DEM MUSIKLEBEN

Richard Wagner und seine Tetralogie

«Der Ring des Nibelungen»

Keines der bekanntesten Bühnenwerke Richard Wagners (1813-1883) scheint nächst «Parsifal» so fern der Wirklichkeit wie diese Tetralogie. Eine sagenumwobene, geheimnisvolle Welt öffnet sich, in der die Vorstellungen von Zeit

und Raum nur bedingt Geltung besitzen. Am vierten Oktober 1848 war die erste Prosafassung zur «Ring»-Dichtung aufgezeichnet. 1862 erschien die Dichtung im Druck. Inzwischen waren schon «Rheingold» und «Walküre» komponiert und «Siegfried» begonnen worden. Im November 1874 wurde, 26 Jahre nach dem ersten Gesamtentwurf, mit der Partitur der «Götterdämmerung» das Werk vollendet.

Bereits bei der Konzeption des Werkes war sich Wagner darüber klar, daß es nicht im damals üblichen oberflächlichen Theaterbetrieb, sondern nur nach gründlicher Vorbereitung aufgeführt werden konnte. Mit dem Plan des Werkes war der Gedanke eines Bühnenfestspiels gereift, zu dem der große Regisseur Konstantin Stanislawski sagte: «Wagners Gefühl für die Inszenierung und sein Traum von den Festspielen in Bayreuth sind das Groüartigste, was das 19. Jahrhundert auf dem Gebiete der Tbeaterkultur geschaffen hat».


«Madrigal»

Das Solistenensemble des Moskauer Philharmonie «Madrigal» wurde 1965 gegründet. Es besteht aus fünf Instrumentalisten und sechs Vokalisten. Sie sind Absolventen des Moskauer Konservatoriums und des Gnessin-Instituts. Sein Repertoire umfaßt Musik des Mittelalters, der Renaissance und des frühen Barock. Dem Ensemble ist die Wiederentdeckung vieler Vokal- und Instrumentalwerke aus der Frühzeit byzantinischer und altslawischer Musik sowie weltlicher Lieder unbekannter Meister des 12. und 16. Jahrhunderts zu danken.


Operettengraf

Das Metropoltheater greift – zum ersten Mal in diesem Haus - diesen Klassiker der Operette auf: «Der Graf von Luxemburg» von Franz Lehar. Der aus Ungarn stammende Komponist (1870 bis 1948) studierte Violine, wurde Orchestermusiker und Kapellmeister, bevor er sich dem Komponieren widmete. Der Charme seiner Musik, die Fülle der melodischen Einfälle, der Reiz des Milieus – Karneval im Paris der Jahrhundertwende –, die Attraktivität der «Zutaten» – Ballett, Chor, Bühnenbild, Kostüme – sowie der Spaß an der humorvoll vertrackten Handlung sind Bestandteil der Inszenierung.


19. Erzählen Sie von einem Konzertbesuch.
20. Lesen Sie den Text und schreiben Sie eine kurze Rezension über eine Theaterauffühung.
beifall über die rekonstruktion eines erfolgs

premiere for richard strauss «elektra»

an der hamburgischen staatsoper

Von Hansjürgen Schaefer

(gekürzt)

Das Haus in der Nahe des historischen Gansemarktes hat am Beginn der neuen Spielzeit jene Inszenierung der «Elektra» von Richard Strauss neu einstudiert, die August Everding 1973, im letzten Jahr Liebermanns Hamburger Intendanz schuf. Die neuerliche Aufführung dieser durch Wolfgang Bücker liebevoll rekonstruierten szenischen Interpretation hinterließ einen tiefen Eindruck auf die Premierenbesucher. In Anwesenheit seines ehemaligen Intendanten sah sich das Hamburger Ensemble am Ende Beifallsjubel schier ohne Ende ausgesetzt.

Die Hamburger Interpretation geht sehr viel stärker von den psychologischen Impulsen der Strauss-Musik in ihrer urgewältigen, todlichen Eiseskälte, aber auch von ihrer verzweifelt immer wieder aufblühenden Sehnsucht nach Wärme, nach Geborgenheit, nach Glück aus. Sie hat nichts Maskenhaftes.

Am Premierenabend sprang für den erkrankten Gerd Albrecht Heinz Fricke von der Deutschen Staatsoper Berlin am Dirigentenpult ein. Mit dem in der Besetzung reduzierten philharmonischen Staatsorchester lieferte er eine glänzende Interpretation dieser monumentalen Partitur. Dies war das Besondere und Faszinierende dieses Strauss-Abends: der seltene Zusammenklang von Szene und Musik, die große Kunst des Hörens der Szene auf die Musik.


21. Stellen Sie Fragen zum Text.
DER AFFE ALS MENSCH

Nach Wilhelm Hauff

(Ein Auszug)

Die Wintervergnügen sollte ein großes Konzert beschließen.

Der Konzertsaal war gedrängt voll; denn ganz Grünwiesel und die Umgegend hatte sich eingefunden. Alle Jäger, Pfarrer, Amtsleute, Landwirte und dergleichen aus dem Umkreis von drei Stunden waren mit zahlreicher Familie herbeigeströmt, um den seltenen Genuß mit den Grünwieselern zu teilen. Die Stadtmusikanten hielten sich vortrefflich; nach ihnen trat der Bürgermeister auf, der das Violoncello spielte, begleitet vom Apotheker, der die Flöle blies; nach diesen sang der Organist eine Baßarie mit allgemeinem Beifall, und auch der Doktor wurde nicht schlecht beklatscht, als er auf dem Fagott sich hören ließ.

Die erste Abteilung des Konzerts war vorbei, und jedermann war nun auf die zweite gespannt, in welcher der junge Fremde mit des Bürgermeisters Tochter ein Duett vortragen sollte. Der Neffe war in einem glänzenden Anzug erschienen und hatte schon längst die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich gezogen.

Während des herrlichen Spiels des Bürgermeisters, während des Organisten trefflicher Baßarie, ja sogar während der Doktor auf dem Fagott phantasierte und alles den Atem anhlelt und lauschte, ließ der Neffe den Hund das Schnupftuch apportieren oder schwatzte ganz laut mit seinen Nachbarn, so daß jedermann, der ihn nicht kannte, über die absonderlichen Sitten des jungen Herrn sich wunderte.

Kein Wunder daher, daß alles sehr begierig war, wie er sein Duett vortragen würde. Die zweite Abteilung begann; die Stadtmusikanten hatten etwas Weniges aufgespielt, und nun trat der Bürgermeister mit seiner Tochter zu dem jungen Mann, überreichte ihm ein Notenblatt und sprach: «Mosjöh! Wäre es Ihnen jetzt gefällig, das Duetto zu singen?» Der junge Mann lachte, fletschte mit den Zähnen, sprang auf, und die beiden andern folgten ihm an das Notenpult, und die ganze Gesellschaft war voll Erwartung. Der Organist schlug den Takt und winkle dem Neffen anzufangen. Dieser schaute durch seine großen Brillengläser in die Notizen und stieß greuliche, jämmerliche Töne aus. Der Organist aber schrie ihm zu: «Zwei Töne tiefer, Wertester, C müssen Sie singen. C!»

Statt aber C zu singen, zog der Neffe einen seiner Schuhe ab und warf ihn dem Organisten an den Kopf, daß der Puder weit umherflog. Er sprach nicht mehr Deutsch, sondern eine ganz sonderbare Sprache, die niemand verstand, und machte große Sprünge. Der Bürgermeister faßte den Entschluß, dem jungen Mann das Halstuch vollends abzulösen. Aber kaum hatte er dies getan, so blieb er vor Schrecken wie erstarrt stehen; denn statt menschlicher Haut und Farbe umgab den Hals des jungen Mannes ein dunkelbraunes Fell, und alsbald setzte derselbe auch seine Sprünge noch höher und sonderbarer fort, fuhr sich mit den glacierten Handschuhen in die Haare zog diese ab, und, o Wunder, diese schönen Haare waren eine Perücke, die er dem Bürgermeister ins Gesicht warf, und sein Kopf erschien jetzt mit demselben braunen Fell bewachsen.

Er setzte über Tische und Bänke, warf die Notenpulte um, zertrat Geigen und Klarinetten und erschien wie ein Rasender. Die Leute sammelten sich umher und betrachteten den sonderbaren jungen Herrn, der jetzt gar nicht mehr aussah wie ein Mensch. Aber ein gelehrter Herr aus der Nachbarschaft, der ein großes Naturalienkabinett und allerlei ausgestopfte Tiere besaß, trat näher, betrachtete ihn genau und rief dann voll Verwunderung: «Mein Gott, verehrte Herren und Damen, wie bringen Sie dies Tier nur in honette Gesellschaft? Das ist ja ein Affe, der Homo Troglodytes Linnaei; ich gebe sogleich sechs Taler für ihn, wenn Sie ihn mir ablassen, und balge ihn aus für mein Kabinett.»

Wer beschreibt das Erstaunen der Grünwieseler, als sie dies hörten! «Was, ein Affe, ein Orang-Utan in unserer Gesellschaft? Der junge Fremde ein ganz gewöhnlicher Affe!» riefen sie und sahen einander ganz dumm vor Verwunderung an. Man wollte nicht glauben, man traute seinen Ohren nicht, die Männer untersuchten das Tier genauer; aber es war und blieb ein ganz natürlicher Affe.

Am meisten schämten sich die junge Leute in Grünwiesel, weil sie die schlechten Gewohnheiten und Sitten des Affen nachgeahmt hatten. Sie legten die

Brillen ab ind waren artig und gesittet wie zuvor, und wenn einer wieder je in solche schlechten, lächerlichen Sitten verfiel, so sagten die Grünwieseler: «Es ist ein Affe!» Der Affe aber, der so lange die Rolle eines jungen Herrn gespielt hatte, wurde dem gelehrten Mann, der ein Naturalienkabinett besaß, überantwortet.
22. Übersetzen Sie die Sprichwörter ins Russische.

Die Kunst ist lang, das Leben ist kurz (In seinem Fache lernt man nie aus; nach Hippokrates). Erfahrung bringt Kunst. Es gehört Kunst zum Apfelbraten (Auch das Einfache will gelernt sein). Jede Kunst will gelernt sein. Kunst ehrt ihren Meister. Kunst kann man nicht kaufen (Sein Fach muß man erlernen). Kunst will Fleiß. Not lehrt viel Künste. Wo viel Kunst, da ist viel Weisheit (Können ist mit Erfahrung gepaart). Der Ton macht die Musik. Wer die Musik bestellt hat, muß (soll) sie auch bezahlen. Wie die Musik, so der Tanz. Gleiche Paare geben den besten Tanz. Hänschen tanzt, wie Hans bläst. Wie die Tänzer, so der Tanz. Wer nicht tanzen kann, gehe nicht auf den Ball (Man mische sich nicht in Dinge, von denen man nichts versteht). Ohne Geige tanzt man nicht. Wer tanzen will, dem ist gut geigen. Neue Weise hört man gern. Lerne viel, sage wenig, höre alles.


23. Besprechen Sie mit Ihren Kommilitonen folgende Fragen: a) Wie würden Sie einen Schauspiler (einen Regiseur) interviewen? b) Wie bewerten Sie die Schauspielkunst? c) Welche Stücke gehören zu ihren Lieblingsstücken? d) Welche Rolle spielt das Theater bei der Erziehung der Jugend, im Leben eines Menschen?
THEMENBEZOGENER WORTSCHATZ
Die Kunst: die antike, mittelalterliche, klassische, moderne, neue, zeitgenössische, angewandte, bildende, darstellende Kunst; die Kunst zu diskutieren, zu überzeugen. Der Seiltänzer zeigt seine Kunst. Selbstbeherrschung ist eine schwere Kunst. Alien Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann (Sprichwort); nach allen Regeln der Kunst; der Künstler: ein bedeutender, genialer, fortschrittlicher, moderner, wahrer, echter Künstler; Bildhauer, Maler, Dichter, Komponisten sind bildende Künstler, Sänger, Musiker, Schauspieler sind darstellende Künstler; künstlerisch (der Kunst oder einem Künstler gemäβ): künstlerisch darstellen, gestalten; kunstlerisch begabt; die künstlerischen Gestaltungsmittel, Ausdrucksformen; die künstlerische Arbeit, Tradition; der künstlerische Geschmack; die künstlerischen Interessen; die künstlerischen Fähigkeiten entwickeln. Mit vierzig Jahren steht der Regisseur N. auf der Höhe seiner künstlerischen Reife; künstlich (nicht natürlich): künstliche Blumen, Edelsteine, Stoffe, künstliche Beleuchtung, Bewässerung. Esperanto ist eine künstliche Sprache; kunstvoll (mit groβer Kunst hergestellt): kunstvolle Arbeit aus dem siebzehnten Jahrhundert; etwas kunstvoll gestalten, formen, schmieden. Der Jäger fand im Gras ein kunstvoll geflochtenes Vogelnest; gekünstelt (unnäturlich, gewollt, gezwungen): gekünsteltes Lachen, Lächeln, Benehmen, gekünstelte Ruhe, Höflichkeit, Heiterkeit. Seine Lustigkeit wirkte gekünstelt; das Theater: das griechische, modeme Theater. Sie will unbedingt zum Theater (will Schauspielerin werden); Stadttheater, Kindertheater, Puppentheater, Studententheater, Musiktheater; schaffen (schuf, geschaffen): ein Drama, einen Roman, ein literarisches Werk, eine neue Theorie schaffen; das Schaffen; das künstlerische, literarische, lyrische, dramatische Schaffen; das dichterische Schaffen von Schiller. Es umfaβt viele Bände; schaffen (schaffte, geschafft): Ich habe mein Soll geschafft. Noch drei Tage, und es ist geschafft. Wir müssen den Kranken ins Krankenhaus schaffen. Das Gemüse wurde mit seinem Auto auf den Markt geschafft; der Zuschauer, der Zuhörer: Die Zuschauer verfolgten gespannt die Aufführung. Nach Beendigung des Schauspiels klatschten die Zuschauer stürmisch Beifall; der Zuschauerraum; das Parkett; die Loge; der Balkon, der Rang; die Galerie; der Orchesterraum; die Bühne: auf die Bühne treten. Das Slück ging erfolgreich über die Bühne; die Bühnenbeleuchtung; die Kulisse; der Souffleurkasten; die Rampe; das Foyer, die Wandelhalle; der Intendant; der Dramatiker (Verfasser von Dramen). Schiller, Kleist und G. Hauptmann waren bedeutende deutsche Dramatiker; der Dramaturg (künstlerischer Berater an einer Bühne); der Regisseur, der Spielleiter; der Schauspieler; ein genialer, berühmter Schauspieler; der Komparse; der Platzanweiser (die Platzanweiserin), der Logenschlieβer (die Logenschlieβerin); das Stück: ein Theater-, Bühnen-, Musik-, Gegenwarts-, Kriminal-, Unterhaltungsstück; das Drama, das Melodrama; das Schauspiel; die Komödie, das Lustspiel; die Tragodie, das Trauerspiel; das Vaudeville; die Oper, die Operette; ein Stück schreiben, spielen, aufführen. Das

Stück ist durchgefallen; ein spannendes, packendes, klassisches, romantisches, episches, historisches Drama; der Einakter, der Zweiakter; der Akt, der Aufzug; der Auftritt; der Prolog; der Epilog; das Zwischenspiel; der Spielplan, das Repertoire; auf dem Spielplan stehen, vom Spielplan absetzen; die Spielzeit, die Saison; die Aufführung, die Uraufführung, die Premiere; die Probe, die Generalprobe; das Gastspiel; die Theaterkarte. Das Stück ist ausverkauft; die Rolle: die Haupt-, die Titel-, Nebenrolle; eine Rolle übernehmen, gestalten; die Rollen verteilen, mit geeigneten Schauspielern besetzen; die erste Besetzung, die zweite Besetzung; eine komische, tragische, entscheidende, untergeordnete Rolle spielen: der Vorhang: Der Vorhang öffnet sich, geht in die Höhe, schlieβt sich, senkt sich, fällt; der Vorhang hob sich wieder, die Künstler traten vor den Vorhang. Nach der Premiere gab es viele Vorhänge.


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